Goldpreis LBMA: 2,5% Absturz auf 4.535 Dollar
Starke Zinsdynamik drückt den Goldpreis, obwohl Zentralbanken und Privatanleger Rekordmengen nachfragen.

- Gold fällt auf 4.535 Dollar
- Zentralbanken kaufen 244 Tonnen
- US-Inflation steigt auf 3,8 Prozent
- Fed-Zinserhöhung rückt näher
Zentralbanken kaufen Gold so aggressiv wie nie zuvor — und der Preis fällt trotzdem. Dieser Widerspruch prägte die vergangene Handelswoche und zeigt, wie stark kurzfristige Zinsdynamik selbst fundamentale Stärke überlagern kann.
Makroschock trifft Freitag
Zu Wochenbeginn hielt Gold sich noch nahe 4.700 Dollar je Feinunze, erholte sich am Donnerstag sogar kurz auf 4.703 Dollar. Dann kam der Freitag.
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Ein makroökonomischer Doppelschlag riss den Preis nach unten: Die US-Verbraucherpreise stiegen im April auf 3,8 Prozent — der höchste Wert seit Mai 2023. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,59 Prozent, den höchsten Stand seit Februar 2025. Hintergrund ist der anhaltende Iran-Krieg, der Energiepreise und Inflationserwartungen nach oben treibt.
Der LBMA-Goldpreis schloss am Freitag bei 4.535,37 Dollar je Feinunze — ein Tagesverlust von 2,5 Prozent, ein Wochenverlust von rund vier Prozent. Händler preisen inzwischen eine Fed-Zinserhöhung bis März 2027 vollständig ein, mit über 50 Prozent Wahrscheinlichkeit sogar noch vor Jahresende 2026. Für das zinslose Edelmetall ist das ein strukturelles Problem.
Zentralbanken kaufen auf Rekordniveau
Während der Spotmarkt nachgab, zeichnete die Nachfrageseite ein völlig anderes Bild. Zentralbanken erwarben im ersten Quartal 2026 netto rund 244 Tonnen Gold — mehr als im Vorquartal und mehr als im Fünfjahresdurchschnitt. Der Gesamtwert dieser staatlichen Käufe erreichte 37 Milliarden Dollar, das stärkste erste Quartal, das je verzeichnet wurde.
Größter Einzelkäufer war erneut die Polnische Nationalbank mit 31 Tonnen, die ihre Reserven damit auf 582 Tonnen hob. Die People’s Bank of China stockte um 7 Tonnen auf und hält nun 2.313 Tonnen.
Auch die private Nachfrage zog an. Barren und Münzen erreichten 474 Tonnen — der zweithöchste Quartalswert aller Zeiten. China allein steigerte seine Goldnachfrage um 67 Prozent auf einen Rekordwert von 207 Tonnen.
Technisches Bild und Ausblick
Auf der Unterseite gilt die Zone zwischen 4.483 und 4.530 Dollar als entscheidende Unterstützung. Hält sie, bleibt der Rücksetzer technisch kontrolliert. Der 100-Tage-Durchschnitt bei rund 4.790 Dollar markiert den nächsten nennenswerten Widerstand nach oben.
Institutionelle Prognosen klaffen weit auseinander: JPMorgan sieht Gold bis Ende 2026 bei 6.300 Dollar, Goldman Sachs bei 5.400 Dollar. Der LBMA-Konsens aus 28 Analystenprognosen liegt bei 4.742 Dollar je Unze.
Zusätzliche Unsicherheit bringt der bevorstehende Fed-Führungswechsel: Kevin Warshs Nominierung als Nachfolger von Jerome Powell hat den Senatsausschuss passiert. Wie der neue Vorsitzende auf anhaltenden Inflationsdruck reagiert, könnte den Goldmarkt in den kommenden Wochen stärker bewegen als jede Zentralbank-Kauforder.
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