Goldpreis LBMA: $4.689,08 nach Warsh-Unsicherheit
Politische Unsicherheit um die Fed-Spitze und ein starker Dollar setzen den Goldpreis unter Druck, trotz steigender Ölpreise.

- Gold fällt unter psychologische Marke
- Fed-Führungsstreit verunsichert Anleger
- Starker Dollar bremst Goldnachfrage
- Asiatische Fonds kaufen trotz Abflüssen zu
Die Straße von Hormus ist blockiert. Die Ölpreise steigen. Eigentlich ist das ein perfektes Umfeld für Gold. Dennoch verliert das Edelmetall auf Wochensicht rund drei Prozent. Der Grund liegt in Washington. Ein beispielloser politischer Machtkampf um die Spitze der US-Notenbank verunsichert die Märkte.
Starker Dollar bremst Edelmetall
Gold beendete den Freitagshandel bei 4.689 US-Dollar je Feinunze. Damit rutscht der Kurs deutlich unter die psychologisch wichtige Marke. Ein starker US-Dollar dämpft die Nachfrage massiv. Der Dollar-Index steuert auf seine erste Wochengewinnserie seit fast einem Monat zu.
Parallel dazu treiben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Energiepreise. Brent-Rohöl pendelt um 106 Dollar je Barrel. Höhere Ölpreise schüren neue Inflationssorgen. Das wiederum dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen.
Machtkampf um die Fed-Spitze
Das dominierende Thema ist der sogenannte Warsh-Effekt. Kevin Warsh soll neuer Fed-Chef werden. Seine Bestätigung steckt im Senat fest. Senator Thom Tillis blockiert die Abstimmung. Er fordert das Ende einer strafrechtlichen Untersuchung gegen den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell.
Präsident Donald Trump lehnt das ab. Er will die Untersuchung nicht einstellen. Das Weiße Haus und Warsh haben ein Problem. Powells reguläre Amtszeit endet am 15. Mai.
Powell kündigte an, notfalls als Übergangschef im Amt zu bleiben. Trump drohte daraufhin mit Powells Entlassung. Die Folge: Ein historischer Rechtsstreit droht. Der Bestätigungsprozess ist der komplexeste in der modernen Geschichte der US-Zentralbank.
Inflation und Kapitalflüsse
Auch die harten Wirtschaftsdaten stützen den Goldpreis derzeit nicht. Die Inflationserwartungen der US-Verbraucher sprangen im April auf 4,8 Prozent. Entsprechend rechnet der Markt fest mit konstant hohen Zinsen. Das CME FedWatch-Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent für eine Zinspause.
Physisch hinterlegte US-Gold-ETFs verzeichneten zuletzt Milliardenabflüsse. Asiatische Investoren greifen dagegen zu. Chinesische Goldfonds verbuchten allein in diesem Jahr Zuflüsse von über acht Milliarden Dollar. Auch Zentralbanken aus Polen und Usbekistan kauften zuletzt weiter zu.
Am kommenden Dienstag und Mittwoch trifft sich die Fed zur Zinsentscheidung. Die Sitzung findet im Schatten der ungeklärten Führungsfrage statt. Entscheidend wird Powells Tonfall sein. Signalisiert er trotz steigender Ölpreise eine Offenheit für Zinssenkungen im Jahresverlauf, könnte Gold neuen Schwung erhalten. Beharrt er auf Geduld, bleibt der Abwärtsdruck bestehen.
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