Goldpreis LBMA: Reuters hebt Jahresziel auf $4.916
Trotz fallender Notierungen auf 4.599 Dollar erwarten Experten einen Jahreskonsens von 4.916 Dollar für das Edelmetall.
- Gold verliert rund 2,4 Prozent
- Analysten erhöhen Kursziele auf 6.300 Dollar
- Fed-Entscheid und Iran-Krise im Fokus
- Starker Dollar setzt Gold zusätzlich unter Druck
Goldpreis fällt, Analystenziele steigen. Dieser Widerspruch prägt den Markt am 29. April 2026. Das Edelmetall notiert bei rund 4.599 Dollar je Unze — und ein Reuters-Poll von 31 Analysten hebt den Jahreskonsens auf 4.916 Dollar, den höchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Jahr 2012.
Öl, Iran und ein starker Dollar belasten
Gold hat in zwei Handelssitzungen rund 2,4 Prozent verloren. Das Tagestief lag bei 4.555 Dollar. Auslöser war ein Feedback-Loop: Steigende Ölpreise halten die Inflationserwartungen hoch. Das hält die Fed auf Kurs. Hohe Realzinsen belasten Gold — obwohl der geopolitische Hintergrund eigentlich als Stütze wirken sollte.
Der Iran soll Washington über pakistanische Vermittler einen neuen Vorschlag übermittelt haben. Teheran bietet an, die Straße von Hormus zu öffnen — wenn die USA ihre Seeblockade aufheben. Präsident Trump lehnte den Vorschlag ab. Die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung der Energieversorgungsstörungen schwinden damit vorerst.
Ein stärkerer Dollar verstärkt den Druck. Anleger kaufen US-Staatsanleihen als sicheren Hafen vor dem Fed-Entscheid — das treibt den Dollar und drückt Gold.
Powells letztes Meeting als Fed-Chef
Heute tagt das FOMC zum dritten Mal in diesem Jahr. Es ist Jerome Powells letztes Meeting als Vorsitzender. Kevin Warsh übernimmt am 15. Mai. Der Senatsausschuss für Bankwesen stimmt noch heute über Warshs Nominierung ab.
Märkte warten auf ein Signal: Deutet Powell Zinssenkungen an, falls Öl fällt? Bleibt das Statement vage, dürfte die Decke über Gold bestehen bleiben. StoneX-Analystin Rhona O’Connell sieht bei einer Entspannung im Nahen Osten strukturelle Rückenwinde für den Preis. Julius-Baer-Analyst Carsten Menke ergänzt: Sobald Erwartungen an eine stärkere Lockerung zurückkehren, belebt sich die Investmentnachfrage.
Analysten erhöhen Ziele — trotz Kursrückgang
Gold liegt rund elf Prozent unter seinem Januar-Hoch von 5.595 Dollar. Dennoch schrauben Banken ihre Jahresziele nach oben. UBS peilt 5.900 Dollar bis Ende 2026 an. Goldman Sachs sieht 5.400 Dollar, J.P. Morgan und Wells Fargo sogar 6.300 Dollar.
Der Konsens liegt damit deutlich über dem aktuellen Preis. Der World Gold Council erwartet für 2026 offizielle Goldkäufe von 700 bis 850 Tonnen. In Londoner Tresoren lagerten Ende März rund 9.339 Tonnen — ein Bestand im Wert von knapp 1,4 Billionen Dollar.
Technisch entscheidet sich in den nächsten Stunden viel. Hält Gold die Zone zwischen 4.579 und 4.607 Dollar, öffnet sich der Weg Richtung 4.734 Dollar. Bricht der Preis darunter, rückt die nächste Unterstützung bei rund 4.440 Dollar ins Bild. Die Fed-Aussagen am heutigen Abend dürften den Ausschlag geben.
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