Google nutzt Steuerschlupfloch

Google transferierte in 2017 ca. 20 Milliarden Euro auf die Bermudas. Das geht aus Dokumenten der niederländischen Handelskammer hervor. Denn auf den Bermudas fällt für Unternehmen keine Einkommensteuer an.

Wie Reuters meldete, ist dies durch ein Steuerschlupfloch möglich, das Konzernmutter Alphabet ganz legal nutzt. “Wir zahlen alle fälligen Steuern und halten die Steuergesetze in jedem Land ein, in dem wir weltweit tätig sind”, sagte Google in einer Erklärung. “Google zahlt wie andere multinationale Unternehmen den überwiegenden Teil seiner Körperschaftssteuer in seinem Heimatland. Wir haben in den letzten zehn Jahren einen globalen effektiven Steuersatz von 26 % entrichtet.”

Der Geldtransfer auf die Bermudas ist unter dem Namen “Double Irish with a Dutch Sandwich” bekannt. Dabei überträgt eine niederländische Google-Tochter die Einnahmen auf die Google Ireland Holding. Diese hat ihren Steuersitz auf den Bermudas, ist aber in Irland registriert.

Allerdings ist dies nicht mehr lange möglich, denn die EU und die USA haben Druck gemacht und Irland hat 2014 entschieden, dass die Vereinbarung mit Google beendet wird und die Steuer­vorteile für den Konzern dann 2020 enden.

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