Google zieht Schlussstrich

Auch wenn bei Google die größten Gewinne immer noch aus dem klassischen Geschäft mit Online-Werbung kommen, so machte Google in den vergangenen Jahren hauptsächlich Schlagzeilen mit seinen Investitionen außerhalb dieses Kerngeschäftes. Eines der Schlagwörter dabei aktuell ist sicherlich die Arbeit an autonom fahrenden Autos.

Andere Bereiche, die noch vor kurzem als zukunftsträchtig angesehen wurden, werden dagegen nun fallen gelassen. Aktuell trifft es das Google-eigene Satelliten-Geschäft. 2014 hatte der Internet-Konzern die Firma Skybox gekauft. Diese bot ihren Kunden an, über eigene Satelliten speziell gewünschte Gebiete mit Fotos und Videos abzudecken.

Der damalige Zukauf durch Google war nicht unumstritten. Zwar begründete Google die Übernahme damit, dass man für die eigenen Kartendienste nicht mehr auf Satellitenbilder anderer Anbieter zurückgreifen wolle. Doch gab es viele Bedenken bei Wettbewerbern und Datenschützern, dass noch mehr Daten bei Google landen könnten.

Doch wie es manchmal so ist: Die Realität kann solche Probleme auch manchmal von selbst lösen. Denn nun will Google Skybox wieder verkaufen. Potentieller Käufer ist der Konkurrent Planet, der ebenfalls kleine Satelliten entwickelt. Obwohl Google damals zur Übernahme eine halbe Milliarde Dollar bezahlte, wird man sich wohl mit einem Verkaufsverlust arrangieren. Denn letztlich hat die Praxis gezeigt, dass es für Google günstiger ist, wieder fremdes Datenmaterial anzukaufen statt eine eigene Satellitenflotte zu unterhalten.

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