GoPro: 0,35 Euro Verlust je Aktie im Q1
GoPro kämpft mit massiven Verlusten und Umsatzeinbruch ums Überleben. Verhandlungen mit Kreditgebern über Rettung laufen.

- Verlust je Aktie steigt auf 0,35 Euro
- Umsatz bricht um 26 Prozent ein
- Gespräche mit Wells Fargo und Farallon
- Neue Mission 1 Serie für Profis
GoPro kämpft ums Überleben. Der Pionier der Action-Kameras steht nach einem desaströsen ersten Quartal 2026 mit dem Rücken zur Wand. Massive Verluste und ein herber Umsatzrückgang setzen das Unternehmen unter enormen Druck.
Der Verlust je Aktie weitete sich auf 0,35 Euro aus. Marktbeobachter hatten im Schnitt mit einem deutlich geringeren Minus gerechnet. Der Umsatz brach derweil um 26 Prozent auf 99,1 Millionen Euro ein.
Die finanzielle Lage ist kritisch. GoPro veröffentlichte eine Warnung über erhebliche Zweifel an der Fortführung der Geschäftstätigkeit. Hohe operative Verluste und ein negativer Cashflow gefährden die Zahlungsfähigkeit.
Verhandlungen mit Kreditgebern
Das Management führt aktuell Gespräche mit Geldgebern wie Wells Fargo und Farallon Capital Management. Ein Finanzberater prüft zudem strategische Alternativen. Dazu gehören ein möglicher Verkauf oder eine Fusion des Unternehmens.
Steigende Kosten für Speicherchips und Engpässe bei Komponenten verschärfen die Situation. Indes schwächelte der Absatz in den Monaten April und Mai weiter. Die Konkurrenz durch günstige Anbieter und moderne Smartphones bleibt eine dauerhafte Belastung.
Hoffnung durch Profi-Segment
Trotz der Krise treibt GoPro die Produktentwicklung voran. Die neue Mission 1 Serie zielt auf professionelle Filmemacher ab. Ein neuer GP3-Prozessor soll dabei für bessere Bildraten und eine höhere Auflösung sorgen.
Die Kameras bieten eine Auflösung von 8K. Eine neue Partnerschaft mit der Yamaha Champions Riding School soll zudem die Markenpräsenz im Motorsport stärken. GoPro fungiert dort künftig als offizieller Kamerapartner.
Die Aktie legte zuletzt zwar um rund neun Prozent auf 0,71 Euro zu, verlor aber seit Jahresbeginn bereits 43 Prozent an Wert. Anleger blicken nun auf die Ergebnisse der laufenden Verhandlungen mit den Gläubigern.
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