GoPro Aktie: 81 Millionen Verlust im Q1

GoPro verzeichnet drastische Umsatzrückgänge und hohe Nettoverluste. Analysten sehen kaum Potenzial, während das Management einen Strategiewechsel einleitet.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz um 26 Prozent gesunken
  • Nettoverlust von 81 Millionen Dollar
  • Kursziel der Analysten bei 1,30 Dollar
  • Strategische Neuausrichtung auf Profimarkt

GoPro steckt in der Sackgasse. Trotz neuer High-End-Kameras und Plänen für den Rüstungssektor ziehen sich Investoren massenhaft zurück. Die nackten Zahlen lassen kaum Spielraum für Optimismus.

Analysten bewerten das Papier derzeit fast durchgehend negativ. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,30 US-Dollar. Damit bietet die Aktie beim aktuellen Kursniveau zwischen 1,20 und 1,26 US-Dollar kaum noch Luft nach oben.

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Die technische Bewertung fällt mit 2,0 von 10 Punkten entsprechend schwach aus. Vom bisherigen Jahreshoch bei rund drei Dollar ist das Papier weit entfernt.

Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahr um gut 26 Prozent ein. Im ersten Quartal 2026 verbuchte GoPro einen Nettoverlust von 81 Millionen US-Dollar. Dem steht ein Umsatz von lediglich 99 Millionen US-Dollar gegenüber.

Die operative Marge rutschte derweil tief ins Minus. Die Zahl der ausstehenden Aktien stieg um 4,2 Prozent auf rund 164 Millionen Stück.

Diese Verwässerung trifft Aktionäre mitten in einer schwierigen Sanierungsphase. Das Management will die Kosten nun drastisch senken.

Immerhin verbesserte sich der operative Cashflow im Jahresvergleich um 21 Millionen US-Dollar. Dennoch verbrauchte das Unternehmen im laufenden Geschäft weiterhin 37 Millionen US-Dollar. Die Liquidität bleibt das zentrale Sorgenkind der Anleger.

Sondereffekte belasteten das Ergebnis zusätzlich. Allein 24,5 Millionen US-Dollar entfielen auf Verpflichtungen für Bauteile. Hinzu kamen Abschreibungen auf Lagerbestände in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar.

Das Management versucht nun die Flucht nach vorn. Mit der Mission-1-Serie zielt GoPro auf Profi-Produktionen und den Verteidigungssektor ab. Diese 8K-Kameras nutzen einen neuen GP3-Prozessor und einen großen 50-Megapixel-Sensor.

Die Mission-1-Serie markiert den Versuch, die Abhängigkeit vom gesättigten Privatkundenmarkt zu verringern. Professionelle Produktionshäuser sollen als neue Käufergruppe gewonnen werden. Die Berater von Oliver Wyman prüfen parallel dazu Möglichkeiten im Verteidigungssektor.

Ob diese Neuausrichtung rechtzeitig Früchte trägt, bleibt ungewiss. Die Konzernführung hat die Prognose für das Gesamtjahr bereits zurückgezogen. Als Grund nennt das Unternehmen makroökonomische Herausforderungen.

Aktuell prüft GoPro strategische Alternativen. Ein Verkauf oder eine Fusion des Unternehmens stehen offiziell im Raum. Anleger warten nun auf konkrete Details zu einem möglichen Deal.

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