GoPro Aktie: PwC warnt vor Fortbestandszweifel

GoPro räumt existenzielle Risiken ein, nachdem Umsatz und Absatz drastisch einbrachen. Das Management sucht nun nach Käufern.

Die Kernpunkte:
  • Fortbestand des Unternehmens gefährdet
  • Umsatzrückgang um 26 Prozent
  • Kreditverträge könnten gekündigt werden
  • Verkauf des Konzerns als Option

GoPro kämpft ums Überleben. Der Pionier für Actionkameras hat offiziell eingeräumt, dass erhebliche Zweifel an der Fortführung des Unternehmens bestehen. Diese Nachricht belastet den Kurs massiv.

In einem aktuellen Bericht warnt das Management vor einer unsicheren Zukunft. Die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers haben einen entsprechenden Hinweis in die Finanzunterlagen aufgenommen. Der Schritt folgt auf eine Phase anhaltend schwacher Geschäfte.

Kreditklauseln als Stolperstein

Die Warnung könnte eine Kettenreaktion auslösen. Sie gilt potenziell als Ausfallereignis für bestehende Kreditverträge. Das Unternehmen steht mit insgesamt rund 89 Millionen Dollar in der Kreide.

Davon entfallen 50 Millionen Dollar auf ein Darlehen von Farallon Capital Management. Parallel dazu besteht eine Kreditlinie bei der Wells Fargo Bank. Das Management verhandelt bereits mit den Geldgebern über Ausnahmeregelungen für die kommenden Quartale.

Obendrein hatte GoPro erst im Februar eine Vereinbarung über Wandelanleihen im Volumen von 50 Millionen Dollar geschlossen. Diese Verträge enthalten Klauseln, nach denen ein Verzug bei einem Kreditgeber automatisch Probleme bei anderen Gläubigern auslösen kann.

Umsatz bricht zweistellig ein

Das operative Geschäft liefert derzeit kaum Argumente für eine schnelle Wende. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz um 26 Prozent auf 99 Millionen Dollar ein.

Der Nettoverlust weitete sich derweil auf 81 Millionen Dollar aus, nach 47 Millionen im Vorjahr. Zusätzlich sank der Kamera-Absatz an Endkunden um 29 Prozent. Auch neue Produkte wie die MISSION-1-Serie für Profis konnten diesen Abwärtstrend bisher nicht stoppen.

Strategische Suche nach Käufern

An der Börse reagierten Investoren verschreckt. Die Aktie verlor heute über sieben Prozent und notiert bei 1,00 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 19 Prozent.

Der Vorstand prüft nun strategische Alternativen für die Zukunft. Ein Verkauf des gesamten Unternehmens steht als Option im Raum. Die Gespräche mit den Kreditgebern über die Einhaltung der Finanzkennzahlen bestimmen nun den weiteren Weg.

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