Gossamer Bio Aktie: Seralutinib-Antrag im September
Gossamer Bio trotzt mit Umsatzsprung den Erwartungen, doch Klagen und Nasdaq-Warnung belasten die Aktie.

- Umsatz vervierfacht sich auf 17 Mio. Dollar
- FDA-Zulassungsantrag für Seralutinib im September
- Phase-3-Studie verfehlt primären Endpunkt
- Nasdaq droht Delisting unter 1 Dollar
Umsatzsprung, aber der Aktienkurs liegt bei 21 Cent – bei Gossamer Bio klaffen operative Fortschritte und Marktbewertung dramatisch auseinander. Das Biotech-Unternehmen aus San Diego hat im ersten Quartal die Erlöserwartungen übertroffen, kämpft aber gleichzeitig an mehreren Fronten: einer gescheiterten Phase-3-Studie, einer Klassenklage und einer Nasdaq-Verwarnung.
Der zentrale Termin steht indes fest: Im September will Gossamer Bio den Zulassungsantrag für Seralutinib zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie (PAH) bei der FDA einreichen. Eine Entscheidung ist für das dritte Quartal 2027 anvisiert. Ein Vorabgespräch mit der Behörde ist bereits abgeschlossen.
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Zahlen und Meilenstein
Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 auf 17,0 Millionen Dollar – fast das Vierfache der Markterwartung von 4,71 Millionen. Treiber waren Kostenerstattungen aus der Partnerschaft mit der Chiesi Group. Der Verlust je Aktie lag mit 0,20 Dollar minimal über der Prognose von 0,17 Dollar.
Die liquiden Mittel betragen rund 99 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben reicht die Finanzierung bis ins erste Quartal 2027. Das Unternehmen hatte zuvor bereits die Belegschaft halbiert, um Kapital zu schonen.
Klagen und Börsen-Ärger
Das fundamentale Problem: Im Februar 2026 verfehlte die Phase-3-Studie PROSERA ihren primären Endpunkt – der Sechs-Minuten-Gehtest unterschritt die erforderte Alpha-Schwelle. Der Aktienkurs brach daraufhin ein.
Anleger haben seitdem Klagen eingereicht. Der Vorwurf: Das Management soll irreführende Angaben zum Studiendesign gemacht und Placebo-Effekte an lateinamerikanischen Prüfzentren verschwiegen haben. Die Frist zur Benennung eines federführenden Klägers endet am 1. Juni 2026.
Hinzu kommt ein formelles Problem mit der Börsennotierung. Im April 2027 teilte die Nasdaq dem Unternehmen mit, dass es die Mindestanforderung von einem Dollar je Aktie nicht mehr erfülle – der Kurs lag zuletzt bei 0,21 Dollar.
Die Aktie bewegt sich in einer 52-Wochen-Spanne von 0,16 bis 3,87 Dollar. Von den Analysten raten zwei zum Kauf, vier zu Halten und einer zum Verkauf. Der September-Termin für den Zulassungsantrag dürfte zur entscheidenden Weichenstellung werden – für den Aktienkurs und für die Zukunft des gesamten Unternehmens.
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