Grammer knüpft an alte Rekorde an

Der Autozulieferer Grammer konnte trotz schwieriger Marktbedingungen in den letzten Jahren hinsichtlich der Umsätze immer wieder neue Rekordmarken erreichen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 gelang es zum fünften Mal in Folge, erneut eine Höchstmarke zu setzen.

 

© Pixabay
© Pixabay

Nach vorläufigen Zahlen erreichte der Konzernumsatz rund 1,425 Mrd. Euro und damit eine Steigerung von 4,5% gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Sparte Automotive trug zu diesem Ergebnis bei. In diesem Bereich lag das Umsatzwachstum bei fast 11% und damit bei mehr als 1 Mrd. Euro.

 

Nutzfahrzeugmarkt zeigt weiter Schwäche

Schwächer liefen die Geschäfte dagegen in der Sparte Seating Systems. Hier entwickelt und produziert Grammer gefederte Sitzsysteme für LKWs, Land- und Baumaschinen und spürte weiterhin die anhaltende Abschwächung in wichtigen Kernmärkten. In Brasilien wurde erneut ein Einbruch des Marktes verzeichnet und auch der chinesische Nutzfahrzeugmarkt zeigte sich schwach. Insofern ging der Umsatz in diesem Segment erwartungsgemäß um rund 5% gegenüber dem Vorjahr auf ca. 455 Mio. Euro zurück.

 

Grammer im Rahmen der Zielsetzung

Unter dem Strich lag das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im vergangenen Geschäftsjahr bei rund 42,6 Mio. Euro und damit leicht über der angepassten Prognose von Grammer.

 

Ausgeglichenes Quartalsergebnis

Bezogen auf das vierte Geschäftsquartal lag der Umsatz in der Sparte Automotive mit 265 Mio. Euro leicht unter dem des Vorjahreszeitraumes mit 270 Mio. Euro. Die Sparte Seating Systems stabilisierte sich leicht und lag mit einem Umsatz von 115 Mio. Euro sogar leicht über dem des Vorjahresquartals mit 110 Mio. Euro.

Insgesamt lag der Konzernumsatz im vierten Quartal bei 370 Mio. Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres mit 372 Mio. Euro. Das EBIT erreichte rund 13 Mio. Euro nach 13,9 Mio. Euro im Jahr zuvor.

 

Ausblick präzisiert

Der Vorstand von Grammer rechnet auch für das laufende Geschäftsjahr mit volatilen und schwierigen Marktbedingungen, vor allem im Bereich der Nutzfahrzeugmärkte. Daher wird in der Sparte Seating Systems mit einer verhaltenen Umsatzentwicklung gerechnet. Anders dagegen die Aussichten für die Sparte Automotive, hier soll ein spürbares Wachstum erzielt werden.

 

Schafft die Aktie die nächste Hürde?

Die Aktie startete vorbörslich heute mit einem leichten Plus. Von April bis September des letzten Jahres ging es hier stetig bergab, bis eine Bodenbildung bei 18,30 Euro erfolgte. Von diesem Niveau konnte sich die Aktie von Grammer zwar wieder deutlich entfernen, von alten Höhen ist man jedoch immer noch weit entfernt.

160217 Grammer

Experten von Warburg Research beließen in ihrer jüngsten Einschätzung ihre Einschätzung weiterhin auf Kaufen mit einem Kursziel von 35 Euro unter der Maßgabe, dass die Ziele des Konzerns im ersten Quartal erreicht wurden. Deshalb könnte heute das Erreichen der Marke bei 29,00 Euro nicht ausgeschlossen sein. Sollte es gelingen, diese zu durchbrechen, wäre nach oben hin erst einmal reichlich Luft.

%d Bloggern gefällt das: