Grammer schreibt Geschichte, Aktie zieht wieder an

Der Autozulieferer Grammer verzeichnet harte Zeiten. Das spiegelt auch deutlich das derzeitige Chartbild der Aktie ab. Zuletzt geriet der Kurs durch die Gewinnwarnung des Vorstandes und die Halbjahreszahlen unter Druck.

 

© Pixabay
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Die vorgelegten Halbjahreszahlen wiesen deutlich die Schwäche in der Sparte Seating Systems aus. Der Vorstand verkündete auch, dass man weiterhin nicht mit einer Erholung dieser Marktschwäche rechnet.

 

Grammer kann Vertriebserfolg feiern

Das könnte sich nun jedoch ändern. Grammer kann jetzt hier auf einen starken Vertriebserfolg verweisen. Wie der Konzern jetzt bekannt gab, hat der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen die bestehenden Lieferverträge deutlich erweitert.

Bisher lieferte man für den US-Hersteller nur Sitze für dessen Radlader. Ab dem Jahr 2017 sollen nun auch Sitze für Ketten- und Radbagger von Grammer geliefert werden. Erwartet wird aus diesem Vertrag eine Umsatzsteigerung von bisher einem einstelligen auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Zugleich geht dieser Auftrag mit seinem Volumen für Sitze als größter bisher in die Unternehmensgeschichte ein und erhöht den Anteil des Segmentes Baumaschinen am Konzernumsatz erheblich. Produziert werden sollen die Sitze sowohl in Deutschland als auch in den Werken in den USA, Brasilien und China.

 

Aktie legt deutlich zu

Das war anscheinend die Meldung, auf die die Marktteilnehmer gewartet haben. Nach all den Enttäuschungen endlich positive Nachrichten. Prompt legten auch die Aktien von Grammer mit bisher mehr als 4% deutlich zu.

Seit Mai liegen die Papiere in einem recht steilen Abwärtstrend, der durch das schlechte Börsenumfeld der vergangenen Monate noch verstärkt worden ist. Von alten Höchstständen ist man damit zwar immer noch weit entfernt, aber es ist ein Anfang.

150902 Grammer

Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigten erst unlängst ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 30,00 Euro. Hier sieht man derzeit eine sehr günstige Gelegenheit zum Einstieg, da die Papiere nach Meinung der Analysten überverkauft seien.

Bis sich die ersten Erlöse aus dem vorgenannten Auftrag in den Zahlen bemerkbar machen, geht noch eine Weile ins Land. Dennoch sehen wir Grammer auf einem guten Weg, die derzeitigen Schwächen zu überwinden, wozu auch die Stärke der Sparte Automotive beitragen sollte.

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