Grammer setzt Meilenstein in Asien – Aktie mit Kaufsignal?

Die Grammer AG mit Sitz in Amberg entwickelt und stellt Komponenten und Systeme für die Innenausstattung von PKWs wie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen her. Darüber hinaus fertigt das Unternehmen auch Sitze für Lastkraftwagen, Bau- und Landmaschinen sowie für Busse und Bahnen.

 

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Grammer beschäftigt in 30 Gesellschaften mehr als 10.500 Mitarbeiter und ist weltweit in zwanzig Ländern aktiv.

 

Grammer mit neuer Innovation

Kürzlich stellte der Konzern eine neue Innovation vor. Konkret geht es dabei über eine Multifunktionsarmlehne. Diese verfügt zur Steuerung der Fahrzeuge über Fingertip-Controls, Schaler, Fahrtrichtungsschalter und einen Notfall-Knopf. Darüber hinaus ist diese Armlehne kompatibel mit allen gängigen Steuerungssoftware-Standards. Auch individuelle Anpassungen je nach Kundenwunsch sind über eine elektronische Schnittstelle jederzeit möglich.

Damit ist Grammer bisher der weltweit einzige Lieferant für solche Fahrersitz-Komplettsysteme mit integrierten elektronischen Steuerelementen.

 

Hyundai setzt voll auf Grammer

Seit 2013 beliefert Grammer die Hyundai HI Heavy Industries mit Fahrersitzen für die Gabelstapler-Reihe der 9er Serie Lift Trucks. Jetzt wurde das Lieferverhältnis auf 100% erhöht.

Diese Gabelstapler-Serie wird vor allem auf koreanischen Heimatmarkt aber auch weltweit vertrieben. Die Entscheidung für Grammer fiel aufgrund des positiven Feedbacks hinsichtlich der Qualität und Funktionalität. Laut Hyundai sind hierbei die Ansprüche an entsprechende Fahrersitze im koreanischen Markt gestiegen, wobei zunehmend Wert auf Ergonomie, Qualität und Sicherheit gesetzt wird.

 

Guter Jahresauftakt

Das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte sich durchaus sehen lassen. Grammer erzielte in den drei Monaten einen Umsatzzuwachs von 6,6% und damit auf 352,7 Mio. Euro. Dieses Plus wurde vollständig in der Sparte Automotive generiert.

Die Sparte Seating Systems verlief wie bereits erwartet mit einem Rückgang des Umsatzes. Dennoch lag das EBIT mit 16,5 Mio. Euro 11,5% über dem Vorjahresvergleichsquartal, wobei auch positive Währungseinflüsse dieses Ergebnis unterstützten. Nach Steuern erreichte Grammer mit 9,8 Mio. Euro ebenfalls ein Plus nach 8,5 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Das Eigenkapital des Unternehmens lag zum Stichtag bei 238,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit rund 28% auf dem Niveau des Vorjahres.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern in der Sparte Seating Systems mit einem spürbaren Rückgang des Umsatzes. Gründe hierfür sind der schwache Markt im Bereich Landtechnik und die stark rückläufige Entwicklung im LKW-Markt in Brasilien und China.

Dennoch wird mit einer positiven Umsatzentwicklung gerechnet. Insgesamt soll dieser auf über 1,4 Mrd. Euro steigen. Das EBIT erwartet Grammer auf dem Niveau des Vorjahres.

 

Aktie mit Kaufsignal

Der Markt ließ sich von dieser positiven Prognose nicht überzeugen. Daher musste die Aktie im heutigen Tagesverlauf um bisher 1,69% abgeben und liegt derzeit bei 29,38 Euro. Aber:

Es gab heute auch Anzeichen für ein Kaufsignal, ein so genannter Momentum Impuls. Zuletzt musste die Aktie von Grammer einen deutlichen Abwärtstrend verzeichnen, nachdem zuvor recht starke Kursanstiege erfolgten.

150715 Grammer

In der Folge konsolidierte die Aktie. In dieser Phase konnte ein Rückgang der Volatilität und des Handelsvolumens verzeichnet werden. Dieses Signal besagt, dass der Kursanstieg wieder fortgesetzt wird. Also durchaus für mutige Anleger ein Zeitpunkt, um eine erste Position zu wagen.

 

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