Graphite One: 27 Prozent Minus nach ITC-Entscheidung
Graphite One kämpft mit abgelehntem Zollschutz, während ein Fund seltener Erden neue Chancen eröffnet.

- Zollantrag für Graphit abgelehnt
- Hochwertige Seltene Erden entdeckt
- Milliarden-Finanzierung in Aussicht
- Deadline für Genehmigungen im September
Ein abgelehnter Zollschutz trifft das Geschäftsmodell hart. Eine unerwartete Entdeckung im Boden könnte das Projekt in Alaska dennoch retten. Bei Graphite One prallen derzeit regulatorische Rückschläge und geologische Glücksfälle aufeinander. Die US-Handelskommission verweigert der heimischen Industrie den Schutz vor chinesischer Konkurrenz. Parallel dazu rückt ein potenziell hochprofitables Nebenprodukt in den Fokus.
Der fehlende Zollschutz lastet schwer auf dem Kurs. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 27 Prozent und notiert aktuell bei 0,86 US-Dollar. Immerhin konnte der Wert zuletzt seinen 50-Tage-Durchschnitt knapp überwinden.
Zeitdruck beim Genehmigungsverfahren
Abseits der Zollthematik tickt für das Unternehmen die Uhr. Bis Ende September 2026 muss Graphite One alle Bundesgenehmigungen für das Graphite-Creek-Projekt sichern. Verpasst das Management diese Frist, verliert das Vorhaben seinen beschleunigten Prüfstatus. Das würde den geplanten Baubeginn im Folgejahr massiv gefährden.
Lokaler Widerstand erschwert den Prozess. Während der Umweltprüfung gingen hunderte überwiegend negative Kommentare ein. Mehrere Gemeinden lehnen das Projekt ab. Fordern die Behörden aufgrund der Proteste eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung, droht der gesamte Zeitplan zu kippen.
Seltene Erden als möglicher Joker
Ein geologischer Fund bietet indes erhebliches Aufwärtspotenzial. Unabhängige Tests bestätigen hohe Konzentrationen schwerer Seltener Erden direkt in der geplanten Graphit-Grube. Darunter befinden sich kritische Metalle wie Neodym und Dysprosium, die für Elektromotoren und Windkraftanlagen unverzichtbar sind.
Bemerkenswert ist die Zusammensetzung des Gesteins. Die Lagerstätte weist keine toxischen Nebenprodukte wie Uran oder Thorium auf, was eine deutlich sauberere Förderung ermöglicht. Ein US-Nationallabor prüft im laufenden Jahr die konkreten Extraktionsmethoden. Verlaufen die Tests positiv, könnte Graphite One diese wertvollen Metalle parallel zum Graphit abbauen.
Milliarden-Finanzierung und Abnahmeverträge
Auch die kommerzielle Struktur nimmt Form an. Die US-Export-Import-Bank stellte unverbindliche Absichtserklärungen über insgesamt rund zwei Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Mittel sollen in die Mine in Alaska sowie eine geplante Verarbeitungsanlage in Ohio fließen. Die formellen Kreditanträge plant das Unternehmen noch in diesem Jahr.
Auf der Abnehmerseite existiert bereits eine unverbindliche Vereinbarung mit dem Elektroautobauer Lucid Group. Dieser Vertrag deckt die Lieferung von natürlichem Graphit für Batterieanoden über zunächst fünf Jahre ab. Die Produktion in Ohio soll 2028 mit synthetischem Material starten, bevor später das Konzentrat aus Alaska verarbeitet wird.
Zwei konkrete Ereignisse bestimmen nun die kurzfristige Perspektive. Die Ergebnisse des Nationallabors zur Extraktion der Seltenen Erden entscheiden darüber, ob das Nebenprodukt die fehlenden Zollvorteile ausgleichen kann. Im September folgt dann die harte Deadline für die Bundesgenehmigungen.
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