Graphite One Aktie: 16,89 Prozent Minus in 7 Tagen
Graphite One verliert in sieben Tagen fast 17 Prozent. Der RSI deutet auf eine überverkaufte Aktie hin, während der Sektor unter Druck bleibt.

- Aktie fällt sieben Tage in Folge
- RSI signalisiert überverkaufte Aktie
- Sektorweite Verluste bei Rohstoffwerten
- Politische Initiativen für heimische Rohstoffe
Graphite One rutscht weiter ab. Sieben Tage in Folge ging es abwärts, 16,89 Prozent verlor die Aktie allein in dieser Zeit. Damit türmt sich der Jahresverlust auf 57,28 Prozent.
Am Mittwoch schloss das Papier bei 0,50 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 1,59 Euro aus Ende Januar fehlen jetzt 68,53 Prozent. Der Wert des kompletten Unternehmens liegt aktuell bei 123,64 Millionen Euro.
Charttechnik signalisiert Übertreibung
Der RSI auf 14-Tage-Basis ist auf 26,0 gefallen. Werte unter 30 gelten als Signal für eine überverkaufte Aktie. Die Verkaufswelle könnte demnach übertrieben sein.
Auch gegenüber den langfristigen Durchschnittslinien zeigt sich die Schwäche deutlich. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 0,85 Euro klafft eine Lücke von 41,04 Prozent. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 52,91 Prozent annualisiert — ein Wert, der die Nervosität im gesamten Sektor widerspiegelt.
Der ganze Sektor gerät unter Druck
Graphite One steht mit seiner Talfahrt nicht allein da. Am 15. Juli fiel Ucore Rare Metals um 4,88 Prozent, ausgelöst durch branchenweite Gewinnmitnahmen ohne konkreten Unternehmensanlass. Trilogy Metals rutschte um mehr als drei Prozent ab, nachdem sich eine geplante strategische Kapitalspritze verzögert hatte.
Der Ausverkauf bei kritischen Mineralien wirkt damit wie eine Sektorbewegung, nicht wie eine Reaktion auf Graphite-One-spezifische Probleme. Parallel dazu bekommt Alaska als Bergbau-Standort frisches institutionelles Gewicht. Die University of Alaska Fairbanks erhielt Mitte Juli eine Förderung der National Science Foundation über 15 Millionen Dollar für den Aufbau eines „Critical Mineral Accelerator Engine“ genannten Programms. Über die nächsten zehn Jahre könnte daraus eine Förderung von bis zu 160 Millionen Dollar werden.
Politik will heimische Rohstoffe stärken
Die Gesetzgebung in Washington bleibt in Bewegung. Drei Gesetzesvorlagen zur beschleunigten Erkundung und Kartierung kritischer Mineralien stehen Ende Juli auf der Agenda des House Natural Resources Committee. Darunter fällt auch die Neuauflage des Earth-MRI-Programms samt Maßnahmen für schnellere Explorationsverfahren.
Das Ziel dahinter: weniger Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten bei Materialien für Halbleiter und Rüstungsindustrie. Für Graphite One bleibt die Lage vorerst zweigeteilt. Die charttechnische Übertreibung nach unten trifft auf einen politischen Rückenwind, der sich frühestens mittelfristig in konkreten Aufträgen oder Fördergeldern niederschlagen dürfte.
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