Graphite One Aktie: Conneaut-Antrag vollständig

Ein Präsidialdekret schützt heimische Graphithersteller vor chinesischer Konkurrenz. Graphite One profitiert, die Aktie fällt jedoch weiter.

Die Kernpunkte:
  • Präsidialdekret schützt US-Graphitproduzenten
  • Ohio-Werk erhält Luftgenehmigungsantrag
  • Aktie verliert trotz politischer Unterstützung
  • Technische Indikatoren zeigen Überverkauf

Ein neues Präsidialdekret schützt künftig heimische Graphitproduzenten vor chinesischer Importkonkurrenz. Graphite One zählt zu den größten Nutznießern dieser Regelung. An der Börse kommt davon bislang wenig an.

Das Weiße Haus unterzeichnete die Anordnung am Montag, den 20. Juli 2026. Sie zwingt Rüstungsunternehmen künftig dazu, alle heimischen Alternativen auszuschöpfen, bevor sie kritische Mineralien wie Graphit aus verbotenen Quellen beziehen dürfen. Wer weiter auf chinesisches Material setzen will, muss der Regierung einen konkreten Ausstiegsplan vorlegen. Sonst drohen dem Vertragspartner Sanktionen bis zum Verlust seiner Bundesaufträge.

Washington stärkt heimische Lieferketten

Für Graphite One trifft das Dekret einen wunden Punkt der US-Industrie. Natürlicher Graphit kommt in den USA derzeit zu 100 Prozent aus dem Ausland. Genau diese Lücke will das Unternehmen mit seinen Projekten in Alaska und Ohio schließen.

Das Pentagon flankiert die neue Vorschrift mit Steuervergünstigungen und Lizenzabkommen mit verbündeten Staaten. Ziel ist eine belastbare Lieferkette für Batteriematerialien, die weder von Waffensystemen noch von Elektrofahrzeugen abhängig von nicht-alliierten Staaten macht.

Ohio-Werk rückt einen Schritt näher

Parallel zur politischen Entwicklung kommt Graphite One in Ohio voran. Die Umweltbehörde des Bundesstaates hat den Antrag für die Luftgenehmigung der geplanten Anlage in Conneaut offiziell als vollständig eingestuft. Die technische Prüfung läuft nun – ein verpflichtender Schritt vor Baubeginn.

Die Anlage soll zunächst rund 10.000 Tonnen synthetischen Graphit pro Jahr produzieren. Langfristig plant Graphite One eine Ausweitung auf 25.000 Tonnen jährlich. Das Werk in Ohio arbeitet unabhängig vom Bergbauprojekt Graphite Creek in Alaska und könnte damit früher Umsatz bringen als die Mine selbst.

In Alaska läuft parallel das Umweltverträglichkeitsverfahren für die Lagerstätte Graphite Creek. Produktionsstart dort ist frühestens 2029 angepeilt.

Aktie fällt trotz positiver Nachrichten

Die operativen Fortschritte spiegeln sich im Aktienkurs bislang nicht wider. Auf Jahressicht hat die Aktie 60 Prozent an Wert verloren und notiert derzeit bei 0,502 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 0,8524 Euro klafft eine Lücke von über 41 Prozent.

Der 14-Tage-RSI liegt bei 28,7 Punkten und signalisiert damit eine überverkaufte Aktie. Diese technische Konstellation trifft auf handfeste politische Rückenwinde – eine Kombination, die eine Diskrepanz zwischen operativen Fortschritten und aktueller Marktbewertung nahelegt.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die technische Prüfung in Ohio zügig abgeschlossen wird und wie schnell Graphite One vom neuen Importschutz für Rüstungszulieferer profitieren kann.

Anzeige

Graphite One-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Graphite One-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Graphite One-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Graphite One-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Graphite One: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Graphite One