Graphite One Aktie: Ohio EPA prüft Luftantrag

Graphite One erhält vorläufige Vollständigkeitsbestätigung für Luftgenehmigung in Ohio. Die Fabrik für Batteriematerial soll unabhängig vom Alaska-Projekt starten.

Die Kernpunkte:
  • Ohio EPA bestätigt Antrag als vollständig
  • Technische Prüfung der Luftgenehmigung gestartet
  • Produktion in Ohio ab 2028 geplant
  • Alaska-Mine durchläuft Umweltverträglichkeitsprüfung

Graphite One kommt bei der geplanten Batteriematerial-Fabrik in Conneaut, Ohio, einen wichtigen Schritt voran. Die Umweltbehörde des Bundesstaats, die Ohio EPA, hat den Antrag auf eine Luftgenehmigung als vorläufig vollständig eingestuft. Das Projekt wechselt damit in die technische Prüfphase.

Die Einstufung bestätigt, dass der Antrag alle notwendigen Informationen für die detaillierte Bewertung enthält. Genau diese Genehmigung braucht das Unternehmen, um mit dem Bau beginnen zu können. Die Anlage soll synthetisches Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien herstellen, gedacht für Elektrofahrzeuge und große Stromspeicher.

Zwei-Phasen-Strategie mit früherem Umsatzstart

Zunächst plant Graphite One eine Jahreskapazität von rund 10.000 Tonnen in Conneaut. Bis zum vierten Quartal 2028 soll die Produktion auf 25.000 Tonnen synthetisches Graphit und Graphitisierungsleistung wachsen — vorausgesetzt, Genehmigungen und Finanzierung stehen rechtzeitig.

Der Clou an der Strategie: Ohio soll unabhängig vom Alaska-Projekt des Unternehmens anlaufen können. Das eröffnet einen früheren Weg zu Umsätzen, noch bevor die Mine in Alaska produziert. Graphite One verfolgt damit einen nicht-linearen Aufbau seiner Lieferkette, komplett in den USA verankert.

Alaska-Mine bekommt volle Umweltprüfung

Parallel zur Ohio-Fabrik bewegt sich auch das Kernprojekt in Alaska voran. Das US Army Corps of Engineers hat für die Mine Graphite Creek nahe Nome eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung empfohlen. Die Lagerstätte gilt als größtes bekanntes Naturgraphit-Vorkommen der USA.

Graphite One begrüßt die Entscheidung und verweist darauf, von Anfang an mit diesem Prüfungsumfang gerechnet zu haben. Das Unternehmen erwartet keine Verzögerung für den angepeilten Produktionsstart im Jahr 2029. Graphite Creek läuft zudem im Rahmen des FAST-41-Programms, das die Genehmigungsverfahren für wichtige Infrastrukturprojekte in den USA beschleunigen soll.

Kurs bleibt unter Druck

Von der operativen Fortschritten ist an der Börse bislang wenig zu spüren. Die Aktie notiert bei 0,507 Euro und liegt damit satte 68 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1,59 Euro, erreicht erst Ende Januar. Der RSI von 30 signalisiert eine überverkaufte Aktie — ein Hinweis darauf, dass der jüngste Ausverkauf möglicherweise übertrieben war.

Die kommenden Monate entscheiden, ob die technische Prüfung in Ohio zügig abgeschlossen wird. Für Graphite One hängt der frühere Umsatzpfad über die Ohio-Fabrik entscheidend davon ab, wie schnell die Genehmigungsbehörde durch die Detailprüfung kommt.

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