Graphite One Aktie: Rückenwind aus Washington und Tokio

Das Graphite Creek-Projekt profitiert von geopolitischer Förderung und Finanzierungszusagen, trotz starker Kursschwankungen der Aktie im laufenden Jahr.

Die Kernpunkte:
  • Geplante Allianz der USA und Japan für Rohstoffsicherheit
  • EXIM-Bank-Zusage über 2,07 Milliarden US-Dollar Finanzierung
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 44 Prozent
  • Testprogramm für Seltene Erden im zweiten Halbjahr 2026

Die USA und Japan arbeiten an einer koordinierten Allianz zur Sicherung kritischer Rohstoffe – einem sogenannten „Critical Minerals NATO“. Graphite One steht dabei als eines der Schlüsselprojekte im Mittelpunkt, denn das Unternehmen verfolgt genau das, was Washington fordert: eine vollständig inländische Lieferkette für Graphit.

Pentagon-Mandat als Katalysator

Hinter der Initiative steckt konkreter Druck aus dem Verteidigungsministerium. Das Pentagon forderte im März 2026 von Bergbauunternehmen, die Produktion strategischer Materialien zu beschleunigen – darunter Graphit, Nickel und Wolfram, die für Halbleiter und Verteidigungssysteme unverzichtbar sind. Auslöser ist unter anderem die anhaltende Instabilität im Nahen Osten, die globale Lieferketten unter Druck setzt.

Das Graphite Creek-Projekt in Alaska passt in dieses Bild. Die EXIM Bank hat bereits unverbindliche Finanzierungszusagen über 2,07 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt – genug, um rund 70 Prozent der Kapitalkosten für Mine und Verarbeitungsanlage im US-Bundesstaat Ohio zu decken.

Vom Explorationsprojekt zur Vermarktungsphase

Seit dem 1. März 2026 hat Graphite One neue Vermarktungsverträge für den US-amerikanischen und europäischen Markt abgeschlossen, darunter einen Vertrag mit i2i sowie eine Verlängerung mit MCS. Parallel dazu erhielt das Unternehmen Anfang März die Genehmigung zur Börsennotierung von Warrants an der TSX Venture Exchange – Teil eines im Februar abgeschlossenen Angebots über 35 Millionen kanadische Dollar, das die weitere Projektentwicklung finanziert.

Trotz dieser operativen Fortschritte steht die Aktie erheblich unter Druck. Seit Jahresbeginn hat sie rund 44 Prozent an Wert verloren, was die Volatilität im Segment spekulativer Batteriematerialien widerspiegelt. Mitte März sorgte eine Gewinnmitnahme-Welle im Junior-Mining-Sektor für einen Tagesrückgang von 8,6 Prozent.

Seltene Erden als mögliche Zusatzchance

Für das zweite Halbjahr 2026 plant Graphite One ein Testprogramm gemeinsam mit einem US-amerikanischen Nationallabor. Ziel ist die Bewertung von Magnet- und Schweren Seltenen Erden, die im Graphite Creek-Material identifiziert wurden. Sollte sich deren wirtschaftliche Rückgewinnung als machbar erweisen, käme zu den Graphiterlösen ein zweiter Einnahmestrom hinzu – ein Aspekt, der in der laufenden Machbarkeitsstudie noch nicht vollständig eingepreist ist.

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