Graphite One: Seltene Erden in Alaska entdeckt
US-Graphit-Projekt erhält keinen Zollschutz gegen China, während ein Fund seltener Erden neue Chancen eröffnet.

- Keine Schutzzölle für US-Graphit
- Hohe Konzentration seltener Erden
- Finanzierung teilweise gesichert
- Genehmigungsfrist bis September
Die US-Regierung verweigert heimischen Graphit-Produzenten den erhofften Schutz vor chinesischer Konkurrenz. Parallel dazu eröffnet ein überraschender Fund in Alaska völlig neue Perspektiven. Bei Graphite One prallen an diesem Wochenende politische Rückschläge und geologisches Potenzial aufeinander.
Gegenwind aus Washington
Die US-Handelskommission (ITC) veröffentlicht am heutigen Sonntag ihren finalen Bericht. Das Ergebnis steht bereits fest. Es wird keine Zölle auf chinesisches Graphit für Batterieanoden geben. Die Behörde sieht durch die Importe keine Gefahr für den Aufbau einer US-Industrie.
Der Wegfall dieser Handelsbarriere trifft US-Entwickler hart. China kontrolliert aktuell über 95 Prozent der weltweiten Verarbeitungskapazitäten. Ohne Schutzzölle müssen sich Projekte wie Graphite One dem direkten Preiswettbewerb stellen.
Ein geologischer Joker
Inmitten dieser handelspolitischen Herausforderung taucht ein neuer Werttreiber auf. Unabhängige Tests haben im Graphit-Creek-Projekt in Alaska hohe Konzentrationen an schweren Seltenen Erden nachgewiesen. Das ohnehin größte bekannte Graphitvorkommen der USA wandelt sich damit potenziell zu einem Doppel-Rohstoffprojekt.
Die Entdeckung umfasst wichtige magnetische Metalle wie Neodym und Dysprosium. Diese Rohstoffe sind für Windkraftanlagen und Elektroautos unverzichtbar. Ein entscheidender Vorteil: Das Gestein enthält keine toxischen Nebenprodukte wie Uran oder Thorium. Das ermöglicht einen deutlich saubereren Abbau. Ein US-Nationallabor prüft noch in diesem Jahr mögliche Extraktionsverfahren.
Zeitdruck bei Finanzierung und Genehmigung
Trotz der geologischen Fantasie bleiben die kurzfristigen Hürden hoch. Die US-Export-Import-Bank hat vorläufig bis zu 2,07 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital zugesagt. Das deckt rund 70 Prozent der geschätzten Projektkosten ab. Für die restliche Summe verhandelt das Management mit fünf nordamerikanischen Investmentbanken.
Bis zum 29. September 2026 muss das Unternehmen alle Bundesgenehmigungen sichern. Nur so bleibt der beschleunigte FAST-41-Status erhalten. Der Zeitplan wackelt jedoch. Lokale Stammesvertreter leisten organisierten Widerstand und fürchten um ihre Nahrungsquellen. Die Folge: Verzögerungen drohen.
An der Börse zeigt sich ein volatiles Bild. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,86 US-Dollar und verzeichnet auf Monatssicht ein starkes Plus. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von rund 26 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der operative Zeitplan bleibt derweil ambitioniert. Die geplante Anlage in Ohio soll Anfang 2028 erste Umsätze generieren. Die eigentliche Mine in Alaska folgt voraussichtlich erst 2030. Bis dahin hängen die Aussichten stark von den kommenden Tests zur Extraktion der Seltenen Erden ab.
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