Green Bridge Metals Aktie: Foraco startet Serpentine-Bohrung
Green Bridge Metals beginnt erste Bohrphase am Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine. Die Aktie legt nach Vertragsunterzeichnung und behördlicher Genehmigung deutlich zu.

- Bohrvertrag mit Foraco International unterzeichnet
- Erste Phase mit 1.640 Metern Kernbohrungen
- Behördliche Genehmigung aus Minnesota liegt vor
- Aktie steigt um 9,6 Prozent an einem Tag
Green Bridge Metals hat einen kräftigen Freitag hinter sich. Die Aktie schloss bei 0,10 Euro, ein Plus von 9,60 Prozent binnen eines Handelstags. Seit Jahresanfang steht damit ein Kursgewinn von 64,06 Prozent zu Buche.
Der Auslöser: Das Unternehmen hat mit Foraco International einen Vertrag für die erste Bohrphase am Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine unterzeichnet. Der Bohrbeginn ist für August angesetzt. Geplant sind mindestens 1.640 Meter Diamantkernbohrungen.
Foraco kennt das Terrain bereits
Die Wahl fiel auf Foraco nicht zufällig. Der Dienstleister arbeitet bereits am benachbarten Titac-Projekt des Unternehmens und kennt die geologischen Besonderheiten der Region. Die neue Kampagne bei Serpentine soll gezielt Hochprioritätszonen im sogenannten Duluth Complex erkunden und bestehende Ressourcendaten schärfen.
Voraussetzung für den Bohrstart war eine Genehmigung der Minnesota Department of Natural Resources. Die Behörde hat den Explorationsplan freigegeben und damit die rechtliche Basis für die Feldarbeiten im St. Louis County geschaffen.
Was die Ressourcenbasis hergibt
Serpentine stützt sich auf einen technischen Bericht nach dem Standard NI 43-101. Die vermuteten Ressourcen (Inferred) belaufen sich auf 279,9 Millionen Tonnen mit Gehalten von 0,37 Prozent Kupfer, 0,12 Prozent Nickel und 0,007 Prozent Kobalt.
Die angezeigten Ressourcen (Indicated) fallen kleiner aus: 21,6 Millionen Tonnen bei 0,46 Prozent Kupfer und 0,16 Prozent Nickel. Beide Schätzungen basieren auf einem Netto-Schmelzhütten-Erlös-Cutoff von 10,25 US-Dollar je Tonne. Das Bohrprogramm 2026 soll genau hier ansetzen: Die aktuell noch unsicheren Ressourcenkategorien sollen in höhere Vertrauensstufen überführt werden — eine Voraussetzung für spätere wirtschaftliche Bewertungen.
Zwei Projekte, ein Ziel
Green Bridge Metals treibt im South Contact District von Minnesota zwei Projekte parallel voran. Serpentine liefert Kupfer und Nickel, Titac dagegen Titan und Eisen in Form von Ilmenit. Für die Koordination hat das Management sein technisches Team verstärkt — die neuen Mitarbeiter bringen zusammen über 28 Jahre Erfahrung im Duluth Complex mit.
Kurschart mit gemischten Signalen
Der Freitagssprung hat den Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 0,11 Euro spürbar verkleinert, auch wenn die Aktie mit einem Minus von 7,94 Prozent noch darunter notiert. Über sieben Tage steht ein Plus von 9,37 Prozent, über zwölf Monate ein Zuwachs von 13,39 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,23 Euro aus dem Februar trennen den Titel trotz der jüngsten Rally weiterhin 54,15 Prozent.
Die Handelsspanne der vergangenen Wochen zeigt: Der Titel bleibt volatil. Zum 52-Wochen-Tief von 0,05 Euro aus dem November 2025 beträgt der Abstand inzwischen 122,46 Prozent — ein Hinweis darauf, wie stark die Aktie zwischen den Extremen pendelt.
Der nächste Kurstreiber steht bereits fest: die Mobilisierung der Bohrgeräte im August. Die Ergebnisse der ersten Bohrphase bei Serpentine dürften zusammen mit den laufenden metallurgischen Tests der Titac-Bohrkerne darüber entscheiden, wie sich das Unternehmen im weiteren Jahresverlauf entwickelt.
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