Grupo Aeroportuario del Centroorte Aktie: 27. Juli für Quartalszahlen

Mexikos Flughafenbetreiber OMA profitiert vom Nearshoring-Boom. Steigende Passagierzahlen und positive Branchenaussichten stützen die Aktie trotz Kursrückschlägen.

Die Kernpunkte:
  • Tagesplus von über zwei Prozent
  • Nearshoring treibt Luftfahrtwachstum
  • Passagieraufkommen steigt im Mai
  • Quartalszahlen Ende Juli erwartet

Der mexikanische Flughafenbetreiber Grupo Aeroportuario del Centroorte (OMA/B) schloss am Freitag bei 217,98 MXN — ein Tagesplus von 2,14 Prozent. In den vergangenen sieben Tagen legte die Aktie 2,86 Prozent zu. Das reicht aber nicht, um die Einbußen der letzten Wochen wettzumachen. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 289,74 MXN im Februar fehlen 24,77 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt zudem 6,09 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Warum Anleger trotzdem aufmerksam bleiben sollten.

Die mexikanische Luftfahrtbranche wächst rasant. Der Markt soll von umgerechnet 8,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 17 Milliarden US-Dollar bis 2034 zulegen. Das entspricht einem jährlichen Plus von über acht Prozent. Der Treiber: Nearshoring. Immer mehr internationale Konzerne verlagern Produktion nach Mexiko, Industrieinvestitionen steigen, das Fracht- und Passagieraufkommen wächst — schneller als die Infrastruktur.

Volle Flughäfen, steigende Passagierzahlen

OMA betreibt 13 internationale Airports in Zentral- und Nordmexiko, darunter Monterrey und Acapulco. Im Mai stieg die Passagierzahl um 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Inlandsverkehr legte mit 4,7 Prozent deutlich zu. Internationale Passagiere gingen um 2,8 Prozent zurück — das dürfte die Aktie zuletzt belastet haben.

Der wichtigste Flughafen des Landes, der AICM in Mexiko-Stadt, arbeitet an der Kapazitätsgrenze. Trotz temporärer Lockerungen wegen der Fußball-WM 2026 bleibt die Lage angespannt.

Ausblick: Kommt die Trendwende?

Am 27. Juli legt OMA die Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, ob die Nachfrage auch in bare Geld umschlägt. Die technischen Signale sind uneindeutig: Der 14-Tage-RSI liegt bei 45,4 — neutral, mit leicht negativem Bias. Die Analystenmeinungen sind gemischt. Einige raten zum Kauf, andere zum Halten.

Kurz gesagt: Die Fundamentaldaten stimmen. Die strukturelle Nachfrage ist da. Ob der Aktienkurs das bald einpreist, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

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