GSK: 690-Millionen-Deal für Lynavoy

GSK treibt Spezialisierung voran: Zulassung für Lynavoy, Durchbruchsstatus für MASH-Therapie und bestätigte Jahresziele trotz Patent-Sorgen.

Die Kernpunkte:
  • MHRA-Zulassung für Lynavoy erhalten
  • Lizenzdeal mit Alfasigma abgeschlossen
  • FDA-Durchbruchsstatus für MASH-Therapie
  • Umsatzplus von fünf Prozent im Quartal

GSK schärft sein Profil im Bereich der Spezialmedizin. Während der Pharmakonzern seine Ziele für 2026 bekräftigt, rücken regulatorische Erfolge in den Fokus. Besonders die Entwicklung im Bereich Lebererkrankungen sorgt für Bewegung.

Zulassung und Lizenz-Deal

Die britische Aufsichtsbehörde MHRA hat Lynavoy zur Behandlung von Juckreiz bei primär biliärer Cholangitis zugelassen. Parallel dazu lizenziert GSK die weltweiten Rechte an Alfasigma. Der Deal hat ein Volumen von bis zu 690 Millionen Dollar.

Eine erste Zahlung von 300 Millionen Dollar fließt sofort. Weitere Meilensteinzahlungen hängen vom Markterfolg ab.

In der Pipeline zeichnen sich weitere Fortschritte ab. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte der MASH-Therapie Efimosfermin den Status eines Therapiedurchbruchs. Für das Hepatitis-B-Mittel Bepirovirsen akzeptierte die Behörde den Zulassungsantrag. Die Entscheidung wird für Oktober 2026 erwartet.

Quartalszahlen und strategischer Fokus

Im ersten Quartal steigerte GSK den Umsatz um fünf Prozent auf 7,63 Milliarden Pfund. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte auf 2,65 Milliarden Pfund. Besonders die Sparten Onkologie und HIV stützten das Ergebnis.

Trotz der operativen Zuwächse steht der Aktienkurs unter Druck. Zuletzt notierte das Papier in London bei rund 1.906 Pence. Indes baute der Investor Dodge & Cox seine Beteiligung auf knapp fünf Prozent aus.

Das Management ordnet die Forschungsabteilung neu. Die Partnerschaft mit Alector bei einem Alzheimer-Kandidaten wurde beendet. Stattdessen konzentriert sich GSK verstärkt auf Antikörper-Wirkstoff-Konjugate in der Krebsforschung.

Anleger blicken nun auf die Hauptversammlung im Mai. Außerdem steht im Mai der Ex-Tag für die geplante Dividende von 17 Pence an. Analysten bewerten die Aktie derweil zurückhaltend, da 2028 wichtige Patente für das HIV-Portfolio auslaufen.

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