GSK Aktie: Tumoren verschwinden komplett

Neue Studiendaten zu GSKs Jideytro zeigen anhaltende Krankheitskontrolle bei Lungenkrebs; der Konzern bereitet einen FDA-Antrag vor.

Die Kernpunkte:
  • Tumoren gingen bei Patienten vollständig zurück
  • 90 Prozent blieben nach einem Jahr stabil
  • GSK bereitet erweiterten FDA-Antrag vor
  • Aktie kletterte zeitweise um 2,37 Prozent

Bei einer Studie zu fortgeschrittenem Lungenkrebs verschwanden Tumoren bei manchen Patienten vollständig. GSK meldet diese Ergebnisse für sein Krebsmedikament Jideytro und schickt sich an, die Zulassungsgrenzen für das Mittel deutlich zu verschieben.

Jideytro stammt aus der Übernahme von Nuvalent, die GSK rund 10,6 Milliarden Dollar gekostet hat. Die FDA hatte das Medikament im Juli für Patienten mit einer bestimmten Mutation zugelassen, allerdings nur für jene, die bereits eine Vorbehandlung hinter sich hatten. Mit den neuen Studiendaten will GSK nun einen Schritt weitergehen und die Zulassung auf Patienten ausweiten, die noch keine vergleichbare Therapie erhalten haben.

Starke Ansprechraten als Argument

Die Zahlen aus der Studie liefern GSK gute Argumente für den erweiterten Zulassungsantrag. Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs schrumpften die Tumoren spürbar oder bildeten sich komplett zurück. Bemerkenswert ist die Dauerhaftigkeit des Effekts: Bei 90 Prozent der Behandelten verschlechterte sich die Erkrankung auch nach einem Jahr nicht weiter.

Diese Ansprechdauer ist in der Onkologie ein zentrales Kriterium für Zulassungsbehörden. Je länger ein Medikament das Fortschreiten der Krankheit aufhält, desto stärker die Position im Zulassungsverfahren – und desto größer das kommerzielle Potenzial, sollte die Erweiterung durchgehen.

Markt reagiert positiv

Die Nachricht kam im Londoner Handel gut an. Die GSK-Aktie legte zeitweise um 2,37 Prozent auf 18,12 Pfund zu. Für ein Unternehmen dieser Größe ist das eine spürbare Reaktion, die zeigt: Der Markt bewertet die Studiendaten als handfesten Fortschritt für die Onkologie-Pipeline, nicht als Randnotiz.

Mit den nun vorliegenden Daten bereitet GSK die Einreichung bei der FDA vor, um Jideytro als Erstlinientherapie zu positionieren. Sollte die Behörde zustimmen, würde sich der adressierbare Patientenkreis für das Medikament deutlich vergrößern.

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