Gunnison Copper Aktie: Johnson Camp Mine in Gewinnzone
Gunnison Copper rutscht an der Börse ab, meldet aber für das zweite Quartal Gewinn und höhere Erlöse dank der Johnson Camp Mine.

- Aktie verliert sieben Prozent
- Quartalsumsatz steigt auf 23,6 Millionen
- Johnson Camp liefert 13,7 Millionen
- Nettoergebnis dreht ins Plus
Die Aktie von Gunnison Copper verzeichnete am heutigen Montag einen deutlichen Rückgang von 7,0 % auf 0,2705 Euro. Dieser Kursrutsch folgt auf eine allgemeine Abkühlung am globalen Kupfermarkt. Zuvor hatten die Preise an der London Metal Exchange (LME) Rekordhöhen von 14.800 US-Dollar pro Tonne erreicht, bevor hawishe Signale aus der US-Notenbank Federal Reserve die Märkte unter Druck setzten.
Hintergrund der Marktunruhe sind Äußerungen von Kevin Warsh aus dem Board der Federal Reserve vom 28. August. Seine Kommentare verstärkten die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September und stützten den US-Dollar, was Rohstoffpreise typischerweise belastet. Trotz des heutigen Kursrückgangs weist das Papier auf Jahressicht eine positive Bilanz auf und notiert derzeit 59 % über dem Niveau des Vorjahres.
Operativer Turnaround durch die Johnson Camp Mine
Ungeachtet der makroökonomischen Schwankungen meldete das Unternehmen zuletzt eine massive Steigerung seiner operativen Kennzahlen. Im zweiten Quartal 2026, das am 30. Juni endete, stieg der Umsatz auf 23,6 Millionen US-Dollar.
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte dieser Wert lediglich bei 0,1 Millionen US-Dollar gelegen. Dieser Sprung resultierte maßgeblich aus den Verkäufen von Kupferkathoden aus der Johnson Camp Mine, die allein 13,7 Millionen US-Dollar zum Umsatz beisteuerten.
Besonders bedeutsam für Anleger ist der Wechsel in die Gewinnzone: Gunnison Copper erzielte einen Nettogewinn von 13,1 Millionen US-Dollar oder 0,03 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal stand noch ein Nettoverlust von 2,9 Millionen US-Dollar in den Büchern.
Das Management plant nun, die Johnson Camp Mine im laufenden dritten Quartal 2026 auf das Niveau der kommerziellen Produktion hochzufahren. Das angestrebte Ziel liegt bei einer jährlichen Kapazität von 25 Millionen Pfund Kupferkathoden.
Ausbau der Explorationsflotte und neue Bohrziele
Parallel zur laufenden Produktion forciert das Unternehmen die Entwicklung des übergeordneten Gunnison Copper Projects. Medienberichten zufolge hat die Gesellschaft die erste Phase der metallurgischen Bohrungen abgeschlossen und bereits mit Arbeiten an der Lagerstätte Strong & Harris begonnen. Um die Entwicklung zu beschleunigen, soll die aktive Flotte im September 2026 von zwei auf sechs Bohrgeräte erweitert werden.
Personell wurde die Wachstumsstrategie durch die Ernennung von Bjorn Meyer zum Chief Operating Officer untermauert. Meyer übernimmt die Aufgabe von Robert Winton und verantwortet nun sowohl den Hochlauf in Johnson Camp als auch die Erschließung des Flaggschiffprojekts.
Für das vierte Quartal 2026 stellt das Unternehmen die Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse des distriktweiten Bohrprogramms sowie den Erhalt wichtiger Genehmigungserweiterungen in Aussicht.
An der Börse wird die Aktie trotz der heutigen Verluste weiterhin mit einem deutlichen Aufschlag zu längerfristigen Trends gehandelt. Das Papier notiert aktuell 9,1 % über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Anleger blicken nun gespannt auf den Übergang zur vollen kommerziellen Produktion, der die finanzielle Basis des Kupferproduzenten weiter stabilisieren soll.
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