H-Power: TÜV SÜD zertifiziert LC30-Generator

H-Power sichert sich die TÜV-SÜD-Zulassung für den LC30-Generator, ebnet damit den Weg für die CE-Kennzeichnung und die Auslieferung von 15 Einheiten an Speedy Hire.

Die Kernpunkte:
  • TÜV-SÜD-Zertifikat für LC30-Generator erhalten
  • CE-Kennzeichnung als Voraussetzung für Auslieferung
  • 15 Einheiten für Speedy Hire vorgesehen
  • Umsatz brach um 97,5 Prozent ein

H-Power plc, vormals unter dem Namen AFC Energy bekannt, hat am heutigen Mittwoch die Attestation of Conformity von TÜV SÜD für den LC30-Brennstoffzellengenerator erhalten.

Das Zertifikat kam nach Unternehmensangaben pünktlich und wie geplant. Damit ist eine zentrale Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung erfüllt, die das Unternehmen für die Auslieferung einer Nachbestellung von 15 Einheiten an Speedy Hire plc benötigt. Die Geräte sind für das Gemeinschaftsunternehmen Speedy Hydrogen Solutions vorgesehen.

Zertifizierung als Voraussetzung für Auslieferung

Die Bestätigung durch TÜV SÜD markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur kommerziellen Auslieferung des LC30. Der flüssigkeitsgekühlte 30-Kilowatt-Generator hatte im Januar seinen ersten Baudurchgang abgeschlossen und befand sich seither im operativen Testbetrieb.

Nach Unternehmensangaben liegen die Herstellungskosten des neuen Modells rund 85 Prozent unter denen des Vorgängers, bei gleichzeitig etwa 45 Prozent geringerem Gewicht. Diese Kostenreduktion soll die Skalierung der Fertigung erleichtern, für die H-Power eine strategische Partnerschaft mit Volex eingegangen ist, um einen historischen Engpass bei der Produktion zu beseitigen.

Geschäftszahlen zeigen Umsatzeinbruch

Die Zertifizierung fällt in eine Phase, in der die Geschäftszahlen des Unternehmens Anlegern Anlass zur Vorsicht geben. Im Jahresabschluss zum 31. Oktober 2025, veröffentlicht im Februar, wies das Unternehmen einen Vorsteuerverlust von 22,2 Millionen Pfund aus, nach 17,4 Millionen Pfund im Vorjahr – ein Anstieg um 27,6 Prozent.

Der ausgewiesene Umsatz brach im selben Zeitraum von 4,0 Millionen Pfund auf lediglich 0,1 Millionen Pfund ein, ein Rückgang um 97,5 Prozent. Die im Juli 2025 durchgeführte Kapitalerhöhung über 27,5 Millionen Pfund war überzeichnet und verschaffte dem Unternehmen zum Jahresende eine Kassenposition von 25,3 Millionen Pfund, die bis Ende Januar 2026 auf 20,4 Millionen Pfund zurückging.

Weitere Partnerschaften in der Entwicklung

Parallel zur Speedy-Hire-Order treibt H-Power seine Ammoniak-Cracking-Technologie voran. Im Februar unterzeichnete das Unternehmen eine Entwicklungsvereinbarung mit Komatsu Ltd. und Industrial Power Alliance Ltd. im Wert von rund zwei Millionen US-Dollar, abhängig vom Erreichen einzelner Meilensteine.

Ziel ist die Integration der Ammoniak-Cracking-Technologie in eine Industriedieselmaschine von Komatsu, um die Machbarkeit einer ammoniakbetriebenen Antriebsplattform für die Serienproduktion zu prüfen. Eine separate, nicht namentlich genannte S&P-500-Partnerschaft zur Entwicklung dezentraler Ammoniak-zu-Wasserstoff-Cracker hat die erste Phase abgeschlossen, kommerzielle Gespräche laufen weiter.

Zudem hat die britische Umweltbehörde die Forschungs- und Entwicklungsgenehmigung des Unternehmens angepasst, sodass der Export und Verkauf von emissionsarmem Wasserstoff aus der Pilotanlage für Ammoniak-Cracking mehrere Monate früher als geplant beginnen kann.

Kursreaktion bleibt verhalten

An der Börse hat die Aktie die Erwartungen an operative Fortschritte bislang nur bedingt eingepreist. Der Titel schloss am Dienstag bei 0,1242 Euro, nach einem Minus von 1,7 Prozent auf Tagessicht und einem Rückgang von 4,3 Prozent über sieben Handelstage.

Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 14 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,2035 Euro, erreicht im Mai, ist das Papier derzeit rund 39 Prozent entfernt – ein Hinweis darauf, dass die jüngsten operativen Fortschritte den Kurs noch nicht nachhaltig beflügelt haben.

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