Haemato enttäuscht auf ganzer Linie

Die Pharmaindustrie unterliegt einem harten Wettbewerb. Preiskämpfe, Kostendruck und Einschnitte in den Budgets tun ihr übriges.

 

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Die Haemato AG ist eine Beteiligungsgesellschaft, wobei deren Töchter im Pharmabereich tätig sind. So z. B. die Haemato Pharm GmbH. Diese hat sich auf die Beschaffung von Zulassungen spezialisiert, aber auch die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln gehören zum Angebot des Unternehmens.

Besonderes Augenmerk legt Haemato auf die Wachstumsmärkte von patentfreien und patentgeschützten Arzneimitteln. Den Schwerpunkt bilden hierbei Therapien zur Behandlung von Krebs, HIV und anderen chronischen Krankheitsbildern.

 

Umsatz bei Haemato rückläufig

Jetzt stand die Bekanntgabe der Zahlen für das 1. Quartal dieses Geschäftsjahres auf dem Programm. Insgesamt enttäuschten diese aber.

Beim Konzernumsatz musste Haemato einen Rückgang von 53,69 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres auf 45,16 Mio. Euro melden. Der Periodenüberschuss erreichte nach 2,9 Mio. Euro im 1. Quartal des Vorjahres nur noch 1,23 Mio. Euro.

Begründet wurde dies von Hamato mit verschärften pharmarechtlichen Vorschriften, die seit Juli vergangenen Jahres gelten. Dadurch wurde der Warenumschlag erheblich verlangsamt.

Aufgeholt werden soll dieses Manko in der zweiten Jahreshälfte. Nach Aufhebung der verschärften Vorschriften hatte das Unternehmen rechtzeitig die Produktionskapazitäten verdoppelt, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Anleger scheinen nicht überzeugt

Der Markt reagierte enttäuscht auf das Zahlenwerk. In der Folge gab der Kurs im gestrigen Tagesverlauf um mehr als 3,5% nach. Damit wurde auch die recht starke Unterstützung bei 5,20 Euro nach unten durchbrochen.

Die Aktie liegt damit sowohl unter der gleitenden 50-Tage-Linie als auch unter der gleitenden 100-Tage-Linie. Daher ist jetzt nach unten hin alles möglich. Die nächste Unterstützung liegt bei 5,00 Euro. Durchbricht die Aktie von Haemato auch diese Linie, muss mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.

150527 Haemato

Insofern sollten Sie, falls Sie investiert sind, die Position dementsprechend absichern. Eine Kauf-Empfehlung stellt Haemato zum jetzigen Zeitpunkt für uns nicht dar.

Die Aussichten für das 2. Halbjahr sind nach Angaben des Unternehmens zwar nicht schlecht, wir halten uns jedoch lieber an Fakten. Und diese müssen erst noch geliefert werden, zumal die Einschnitte im Gesundheitswesen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa, weiter anhalten, was auch den Kostendruck für die Pharmaindustrie weiter verschärft.

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