Hamborner REIT Aktie: FFO sinkt auf 23,8 Millionen
Hamborner REIT meldet Nettoverlust im ersten Halbjahr 2026, hält aber an der Jahresprognose fest. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial.

- Nettoverlust von 13,7 Millionen Euro
- FFO sinkt um 4,4 Prozent
- Büroimmobilie in Neu-Isenburg veräußert
- Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
Hamborner REIT hat die Geschäftszahlen für die erste Jahreshälfte 2026 vorgelegt. Während das operative Geschäft weitgehend stabil blieb, belasteten erhöhte Abschreibungen das Konzernergebnis deutlich. Dennoch hält das Unternehmen an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest und treibt die Optimierung seines Portfolios durch Immobilienverkäufe voran.
Operative Entwicklung und Nettovermögenswert
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verzeichnete Hamborner REIT einen Rückgang der Miet- und Pachterlöse um 1,3 % auf 45,1 Millionen Euro. Das Unternehmen begründet diese Entwicklung primär mit Immobilienverkäufen, die bereits im Vorjahr vollzogen wurden.
Bereinigt um diese Effekte, also auf einer sogenannten Like-for-like-Basis, stiegen die Erlöse hingegen um 1,7 %. Dies deutet auf eine robuste Vermietungssituation im verbliebenen Kernportfolio hin, auf die das Management bereits Anfang August in einer Vorabmeldung hingewiesen hatte.
Das operative Ergebnis, gemessen an den Funds from Operations (FFO), sank im Berichtszeitraum um 4,4 % auf 23,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wert von 0,29 Euro je Aktie. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 13,7 Millionen Euro, was vor allem auf höhere Abschreibungen zurückzuführen ist.
Auch der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie war rückläufig: Zum 30. Juni 2026 lag dieser bei 8,72 Euro, nachdem er zum Ende des vergangenen Jahres noch mit 9,07 Euro beziffert worden war. Der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value) stieg im gleichen Zeitraum leicht auf 45,2 %.
Portfoliobereinigung und Verkaufsaktivitäten
Parallel zur Vorlage der Halbjahreszahlen am 4. August gab Hamborner REIT die Veräußerung einer Büroimmobilie in Neu-Isenburg bekannt. Der Verkaufspreis für das Objekt beläuft sich auf 13,5 Millionen Euro. Das sogenannte Closing, also der Übergang von Nutzen und Lasten, wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Unternehmens, sich von ausgewählten Objekten zu trennen und das Portfolio neu auszurichten.
Medienberichten zufolge reagierte der Kapitalmarkt zunächst verhalten auf die gemeldeten Verluste. Am Tag der Bekanntgabe verzeichnete das Papier zeitweise Kursrückgänge von über 1,5 %. Trotz der bilanziellen Belastungen bestätigte der Vorstand jedoch die operative Gesamtjahresprognose für 2026 und verwies auf die solide Substanz der Bestandsimmobilien.
Analysten sehen erhebliches Aufwärtspotenzial
Trotz der Verluste im ersten Halbjahr bleibt die Stimmung unter Experten überwiegend positiv. Die Privatbank Berenberg stufte die Aktie am 4. August weiterhin als Kauf („Buy“) ein und setzte ein Kursziel von 7,00 Euro fest. Die Analysten verwiesen darauf, dass die Erreichung der Jahresziele trotz der leicht gesunkenen Mieteinnahmen planmäßig verlaufe.
Ähnlich optimistisch äußerte sich das Analysehaus Warburg Research. Auch hier wurde die Einstufung am 4. August auf „Buy“ belassen, wobei das Kursziel mit 7,15 Euro sogar noch geringfügig höher angesetzt wurde. Die Experten bewerteten die Ergebnisentwicklung als im Rahmen der Erwartungen liegend. Medienberichten zufolge liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten derzeit bei 7,08 Euro.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 4,34 Euro. Damit verlor der Wert seit Jahresbeginn 3,0 %. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 5,87 Euro, das vor genau einem Jahr erreicht wurde, ergibt sich derzeit ein Abstand von 26 %.
Die deutliche Differenz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem ausgewiesenen Nettovermögenswert von 8,72 Euro pro Aktie unterstreicht die Bewertungslücke, die den positiven Einschätzungen der Analysehäuser zugrunde liegt.
Hamborner REIT-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hamborner REIT-Analyse vom 14. August liefert die Antwort:
Die neusten Hamborner REIT-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hamborner REIT-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hamborner REIT: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




