Hannover Re Aktie: Schaden-Quote fällt auf 83,6 Prozent
Hannover Re steigert den Quartalsgewinn um fast 48 Prozent und hält am Jahresziel von 2,7 Milliarden Euro fest.

- Gewinn steigt auf 710,6 Millionen Euro
- Schaden-Kosten-Quote sinkt deutlich
- Jahresprognose von 2,7 Milliarden Euro bestätigt
- Finanzchef tritt auf Investorenkonferenz auf
Hannover Re geht mit Rückenwind in die nächsten Investorentermine. Der Rückversicherer hat im ersten Quartal kräftig verdient und zugleich seine Jahresziele bestätigt. Für Anleger ist vor allem interessant, wie breit die Entwicklung getragen war.
Starkes Quartal stärkt die Position
Der Konzerngewinn sprang um 47,9 Prozent auf 710,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 480,5 Millionen Euro. Treiber waren ein starkes Underwriting und erfolgreiche Januar-Erneuerungen.
Besonders auffällig lief das Schaden- und Unfallgeschäft. Dort sank die kombinierte Schaden-Kosten-Quote auf 83,6 Prozent nach 93,9 Prozent im Vorjahr. Damit lag der Wert klar unter dem Jahresziel von unter 87 Prozent. Auch die Großschäden blieben mit 207 Millionen Euro deutlich unter dem Budget von 480 Millionen Euro.
Hinzu kam ein solider Beitrag aus dem Kapitalanlageportfolio. Die annualisierte Rendite erreichte 3,6 Prozent und lag damit leicht über dem Ziel von rund 3,5 Prozent. Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Jahresende 2025 um 7,3 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro.
Jahresausblick bleibt intakt
Trotz des schwierigen Marktumfelds hält Hannover Re an der Prognose fest. Für 2026 stellt der Konzern weiterhin mindestens 2,7 Milliarden Euro Konzerngewinn in Aussicht. Grundlage dafür ist, dass die Großschäden nicht deutlich über das geplante Niveau von 2,3 Milliarden Euro hinauslaufen und die Kapitalmärkte stabil bleiben.
Auch die Dividendenpolitik bleibt unverändert ausgerichtet. Für die reguläre Ausschüttung peilt Hannover Re weiterhin eine Quote von rund 55 Prozent des IFRS-Konzerngewinns an. Für das Geschäftsjahr 2025 haben die Aktionäre auf der Hauptversammlung im Mai bereits eine Dividende von 12,50 Euro je Aktie beschlossen, nach 9,00 Euro im Vorjahr.
Die Aktie spiegelt die starke operative Lage bislang nur teilweise wider. Der ADR schloss am Freitag bei 46,28 US-Dollar und liegt damit rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,72 US-Dollar. Über den 200-Tage-Durchschnitt notiert das Papier ebenfalls noch spürbar im Minus.
Blick auf die Investorentermine
Im Mai tritt Finanzchef Christian Hermelingmeier auf der Berenberg European Conference in New York auf. Dort dürfte Hannover Re vor allem zwei Themen in den Vordergrund stellen: die hohe Profitabilität im ersten Quartal und die Frage, wie belastbar der Ausblick für den Rest des Jahres bleibt. Gerade nach dem starken Jahresauftakt wird jeder Hinweis auf die Schadenentwicklung und die Kapitalmärkte genau verfolgt.
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