Hannover Rück: 21,2 Prozent Eigenkapitalrendite

Hannover Rück überzeugt mit hoher Kapitalquote und Rentabilität, während die Schadensparte unter Druck bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Solvenzquote deutlich über interner Schwelle
  • Personen-Rückversicherung mit 15 Prozent Umsatzplus
  • Schaden-Rückversicherung mit leichtem Umsatzrückgang
  • Großschadenkosten bleiben unter Budget

Die Hannover Rück hat im ersten Quartal ein gemischtes Bild geliefert: Die Personen-Rückversicherung legte kräftig zu, während die Schaden-Rückversicherung unter Preisdruck und einem leichten Umsatzrückgang litt. Unterm Strich bleibt der Rückversicherer aber klar auf Kurs. Das zeigt vor allem die hohe Kapitalstärke.

Kapital bleibt das Pfund

Die Solvenzquote nach Solvency II lag bei 254 Prozent und damit deutlich über der internen Schwelle von 200 Prozent. In dieser Kennzahl sind die geplanten Geschäftsausweitungen für das laufende Jahr und die anteilige Dividende bereits berücksichtigt.

Auch die Profitabilität fiel stark aus. Die annualisierte Eigenkapitalrendite erreichte 21,2 Prozent und lag damit klar über dem strategischen Ziel von mindestens 14 Prozent. Für einen Rückversicherer ist das ein belastbares Signal.

Personen-Sparte zieht den Konzern

Der eigentliche Wachstumstreiber kam aus der Personen-Rückversicherung. Dort stieg der währungsbereinigte Umsatz um 15,0 Prozent. Das Unternehmen profitierte von stabiler Nachfrage und gutem Neugeschäft.

In der Schaden-Rückversicherung sah es weniger dynamisch aus. Der währungsbereinigte Rückversicherungsumsatz sank um 4,7 Prozent, weil großvolumige Verträge in der strukturierten Rückversicherung zurückgingen. Das traditionelle Geschäft legte zwar um 2,1 Prozent zu, konnte das nicht komplett ausgleichen.

Trotzdem blieb die Sparte profitabel. Die Combined Ratio verbesserte sich auf 83,6 Prozent und lag damit klar unter dem Zielwert von maximal 87 Prozent.

Großschäden bleiben beherrschbar

Auch beim Großschadengeschehen machte sich Disziplin bemerkbar. Die Kosten für Großereignisse lagen bei 206,9 Millionen Euro und damit deutlich unter dem Budget von rund 480 Millionen Euro für das Quartal.

Der größte Einzelschaden war der Wintersturm „Fern“ in Nordamerika mit rund 125 Millionen Euro. Dass trotzdem noch spürbare Budgetreserven übrig blieben, stützt die operative Stabilität im weiteren Jahresverlauf.

Am Markt wird die Aktie der Hannover Rück derzeit eher zurückhaltend bewertet. Sie kostet 237,80 Euro, liegt damit knapp über dem 52-Wochen-Tief von 234,80 Euro und deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 262,26 Euro. Der kurzfristige Trend bleibt damit schwach, auch wenn die Fundamentaldaten im Quartal robust ausfielen.

Für das Gesamtjahr hält das Management an dem Ziel von mindestens 2,7 Milliarden Euro Nettokonzernergebnis fest. Rückenwind gibt es aus der hohen Kapitalausstattung und der konservativen Reservierungspolitik; belastend bleibt vor allem, ob sich Großschäden und Marktpreise im weiteren Jahresverlauf im Rahmen halten.

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