Hannover Rück setzt die Tradition fort

Der Versicherungskonzern Hannover Rück knüpfte mit Bekanntgabe der Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr nahtlos an die letzten Jahre an und konnte erneute Rekorde vorweisen.

© Hannover Rück SE
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Mit einem Konzernüberschuss von 1,15 Mrd. Euro wurde der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Konzernüberschuss um 16,7%. Hannover Rück gelang es damit, die eigene Zielsetzung von 950 Mio. Euro deutlich zu übertreffen.

Beide Sparten verzeichnen Wachstum

Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in der Personen-Rückversicherung. Vor allem Asien und das Langlebigkeitsgeschäft trugen zu einem deutlichen Wachstum bei. Die Bruttoprämie stieg hier um 19,7% auf 7,7 Mrd. Euro nach 6,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Das EBIT erreichte mit einem Plus von 53,6% 405,1 Mio. Euro.

Aber auch die Geschäfte in der Schaden-Rückversicherung verzeichneten eine Steigerung des EBIT um 12,6% auf 1,3 Mrd. Euro. Die Nettobelastung lag bei 572,9 Mio. Euro und damit unter den Erwartungen von 690 Mio. Euro. Die Schaden-/Kostenquote lag bei 94,4% und somit leicht unter der des Vorjahres.

Hannover Rück mit deutlichem Gewinnanstieg

Insgesamt lag das Bruttoprämienwachstum der Hannover Rück im letzten Geschäftsjahr bei 17,1 Mrd. Euro und damit 18,8% über dem Wert des Vorjahres. Die verdiente Nettoprämie stieg um 17,5% auf 14,6 Mrd. Euro.

Dem Konzern gelang ein deutlicher Anstieg des EBIT von 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,8 Mrd. Euro. Die unter den Erwartungen liegende Belastung für Großschäden wirkte sich hier entsprechend positiv aus. Das Ergebnis je Aktie stieg von 8,17 Euro im Vorjahreszeitraum auf 9,54 Euro. Das Eigenkapital belief sich per Ende Dezember auf 8,1 Mrd. Euro, die Eigenkapitalrendite lag mit 14,7% auf Vorjahresniveau.

Positiver Ausblick

Vorstandschef Ulrich Wallin zeigte sich äußerst zufrieden mit den Ergebnissen, zumal der Markt von einem harten Wettbewerb gekennzeichnet war und das niedrige Zinsniveau die Versicherer allgemein vor große Herausforderungen stellte.

Mit diesen Faktoren rechnet die Hannover Rück auch in diesem Geschäftsjahr. Nichtsdestotrotz soll das Nettokonzernergebnis mindestens 950 Mio. Euro erreichen unter der Voraussetzung, dass die Belastungen aus Großschäden nicht über den Erwartungen von 825 Mio. Euro liegen.

Hannover Rück plant Dividendenerhöhung

Zugleich will der Konzern auch die Aktionäre an dem Erfolg teilhaben lassen. Für das letzte Geschäftsjahr soll auf der Hauptversammlung über die Zahlung einer Dividende von insgesamt 4,75 Euro je Aktie abgestimmt werden. Dies setzt sich aus einer Basisdividende von 3,25 Euro je Aktie und einer Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie zusammen. Nach aktuellem Kurs entspräche dies einer Rendite von 5,02%, was ein ansehnlicher Wert ist.

Aktie legt zu

Der Markt nahm das Zahlenwerk mit positiven Vorzeichen auf, was vorbörslich bereits zu einem leichten Plus der Aktie der Hannover Rück führte. Es ist davon auszugehen, dass die Aktie damit die Marke von 95,00 Euro überwinden kann und sich wieder etwas Luft nach oben verschafft.

160310 Hannover Rück

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