Hapag-Lloyd Aktie: Für die Fracht sieht es übel aus
Deutsche Bank Research erhöhte das Hapag-Lloyd-Kursziel auf 125 Euro; der ME1-Dienst nutzt wieder den Suezkanal.

- ME1-Route führt wieder durch den Suezkanal
- Frachtschäden auf der Espirito Santo Express
- 500 US-Dollar Zuschlag für Kühlcontainer
- Deutsche Bank Research setzt Kursziel auf 125 Euro
Hapag-Lloyd und Maersk haben ihren gemeinsamen ME1-Dienst von der Route um das Kap der Guten Hoffnung auf die Strecke durch den Suezkanal umgestellt. Die Änderung gilt seit der Abfahrt der Atlanta Express am Mittwoch. Weitere Änderungen bleiben nach Angaben beider Unternehmen von der Sicherheitslage im Roten Meer abhängig.
Schäden an der Espirito Santo Express
Eine andere Meldung betrifft mögliche Ladungsverluste: Hapag-Lloyd und Ocean Network Express warnten am Dienstag vor schweren Schäden an der Fracht der Espirito Santo Express. Medienberichten zufolge dürfte der Großteil der Ladung auf dem durch einen Brand beschädigten Containerschiff schwer beschädigt oder ein Totalschaden sein. Hapag-Lloyd verwies bei dieser Einschätzung auf Informationen des Schiffseigners Seaspan.
Für Kühlcontainertransporte aus Pakistan in sechs Golfstaaten führte Hapag-Lloyd Medienberichten zufolge außerdem einen Peak Season Surcharge ein. Der Zuschlag beträgt 500 US-Dollar je Container und gilt dem Bericht zufolge für Abfahrten vom 16. bis 30. November.
Höheres Kursziel vor den Quartalszahlen
Deutsche Bank Research hob am 2. November das Kursziel für Hapag-Lloyd von 117 auf 125 Euro an. Die Einstufung beließ das Analysehaus bei „Hold“. Die Anpassung erfolgte vor den Zahlen zum dritten Quartal.
Die Aktie fiel am Freitag um 0,9% und schloss bei 128,00 €. Damit lag der Schlusskurs über dem von Deutsche Bank Research genannten Kursziel.
Als nächster geplanter Veröffentlichungstermin steht der 13.11.2026 im Kalender: Dann will Hapag-Lloyd die Quartalszahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegen.
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