Hapay-Lloyd bringt Zahlen, sind die Weichen damit für den Börsengang gestellt?

Die Linienreederei Hapag-Lloyd konnte mit den vorgelegten Zahlen für das erste Halbjahr durchaus überzeugen. Neben ersten Effekten aus dem Zusammenschluss mit der CSAV zeigten sich auch Erfolge hinsichtlich des aufgelegten Programms OCTAVE. Ziel dieses Programms ist die Modernisierung der Flotte und die Optimierung der verschiedenen Firmenbereiche, um Kosten zu sparen.

 

© Hapag-Lloyd
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Hapag-Lloyd mit starkem Umsatz

In den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres konnte Hapag-lloyd die Transportmenge auf rund 3,7 Mio. TEU steigern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 29,4%. Die durchschnittliche Frachtrate lag mit 1.296 USD/TEU rund 9% unter dem Wert des Vorjahres.

Der Umsatz stieg um 1,5 Mrd. Euro auf 4,7 Mrd. Euro. Das EBITDA erreichte 493,3 Mio. Euro nach 67,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Hier zeigten sich deutlich die Synergien aus dem Zusammenschluss mit CSAV und die Wirkung der erfolgten Kosteneinsparungen. Das operative Ergebnis stieg von zuvor 101,5 Mio. Euro auf 267,7 Mio. Euro. Damit stand unter dem Strich ein Gewinn von 157,2 Mio. Euro nach einem Verlust im Vorjahr von 173,3 Mio. Euro.

Auf Basis des Dollars, der als operative Währung in der Schifffahrt zählt, stiegen die Transportaufwendungen deutlich geringer als die Transportmenge. Auch dies ist auf vorgenannte Effekte zurückzuführen. Mit der Integration von CSAV liegt Hapay-Lloyd sogar über dem Plan und konnte diese im 2. Quartal und damit früher als geplant abschließen.

 

Positive Aussichten

Durch diese Integration erwartet Hapag-Lloyd ab 2017 jährliche Synergien von 400 Mio. Dollar und damit 100 Mio. Dollar über den bisherigen Erwartungen. Vorstandschef Rolf Habben Jansen zeigte sich mit dem bisherigen Jahresverlauf zufrieden.

Durch den Zusammenschluss mit CSAV ist Hapag-Lloyd zur Nummer 4 der Linienreedereien weltweit aufgestiegen, gemessen an der Kapazität. Ziel ist es, in diesem Jahr unter dem Strich ein positives operatives Ergebnis ausweisen zu können.

 

Steht der Börsengang in den Startlöchern?

Für interessierte Anleger bleibt es dagegen weiterhin spannend. Im Markt wird erwartet, dass Hapag-Lloyd noch in diesem Jahr den Gang an die Börse wagen wird. Gemäß Insiderinformationen soll im September ein entsprechender Anlauf an der Frankfurter Börse starten.

Das würde bedeuten, dass ab Oktober die Aktie dann an der Börse notiert wäre. Vom Unternehmen selbst ist dazu bisher keine Aussage getroffen worden. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte bisher lediglich betont, dass als Voraussetzung für den Börsengang einige gute Quartale nötig seien. Diese Bedingungen sollte nunmehr erfüllt sein.

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