Harte Einschnitte bei der Deutschen Bank.

Einen Tag vor der Hauptversammlung der Deutschen Bank machten heute bereits Medienberichte über massive Stellenstreichungen die Runde.

Die Bank lehnte zwar jeglichen Kommentar ab, aber das “Wall Street Journal” hat recherchiert, dass der neue Chef Sewing sich von rund einem Zehntel seiner Belegschaft trennen möchte. Das sind wohl etwa 10.000 Jobs, die in Zukunft wegfallen werden.

Harte Einschnitte bei der Deutschen Bank

Denn bereits vor einigen Wochen hatte Sewing angekündigt, in Zukunft harte Einschnitte zu vollziehen. Das bezieht sich anscheinend sowohl auf die Belegschaft als auch auf den Aktienhandel. Hier ist ein Teilrückzug aus dem Aktienhandel gemeint, denn zuletzt waren massiv Erträge weggebrochen. Sewing setzt hier vor allem in den USA, Zentraleuropa, Asien und dem Nahen Osten auf Sparkurs.

Bereits Ende April hatte der neue Chef angekündigt, in den USA und in Asien  Finanzierungs- und Beratungsgeschäfte einzustellen, die nicht von internationaler bzw. europäischer Bedeutung sind. Zudem soll das Zinsgeschäft in den USA mit Krediten und Einlagen reduziert werden, wenn es nicht für europäische Kunden wichtig ist. Zu guter Letzt überprüft der Vorstand das weltweite Aktiengeschäft auf seine Ertragsstärke.

Über all diese Pläne soll der Aufsichtsrat am Donnerstag beraten und Sewing konkrete Vorschläge machen. Auch von Anlegerseite wird in den Frankfurter Festhalle erneut eine Generalabrechnung mit der Bankenführung erwartet. Hier steht dann auch Aufsichtsratschef Paul Achleitner unter Druck, nachdem er sich Anfang April von Ex-Chef John Cryan getrennt hatte.

Aktie auf neuem 52-Wochen-Tief

Momentan sind bei dem Bankhaus rund 98.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die meisten von ihnen arbeiten in Europa und Asien. Für rund 10 % von ihnen könnte nach den neuesten Ankündigungen der Job auf der Kippe stehen. Man darf gespannt sein, was Sewing am Donnerstag auf der Hauptversammlung verlauten lässt. Die Aktie fiel heute im Xetra-Handel auf ein neues 52-Wochen-Tief von 10,75 Euro.

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