Hat Shell sein Kurspotenzial schon aufgebraucht?

Der Ölförderer Shell hat einschwachen Wochen hinter sich gebracht. Zwitweise korrigierte die aktie von Spitzenwerten über 31 Euro auf zweitweise unter 29 Euro. Dies im Einklang mit dem Ölpreis.

Dieser zeigte in den vergangenen Tagen deutliche Ansätze einer Zwischenkorrektur. Charttechnisch nichts dramatisches, da die 50-Tage-Linie als Unterstützungszone gehalten werden konnte. Allerdings galt die Preiskorrektur durchaus als Warnsignal, nachdem sowohl OPEC als auch Russland darüber gesprochen hatten, dass ein höherer Output möglich wäre. Das würde natürlich tendenziell den Ölpreis weiter belasten.

Optimismus im Ölmarkt bleibt

Soweit wollen die meisten Analysten noch nicht gehen. Dennoch beginnen sie, in der Branche der Ölförderer stärker zu selektieren. Grundsätzlich bleibt die Stimmung in der Branche zwar optimistisch. Doch schlagen einige Analysten einen Favoritenwechsel vor. Dieser trifft insbesondere Royal Dutch Shell und BP. Aktuell hat sich hierzu die zuständige Analystin der Société Générale zu Wort gemeldet.

Shell wird kritischer gesehen

Sie hat ihre bisherigen Prognosen für den Ölpreis für dieses und nächstes Jahr um mehr als 20 % angehoben. Dennoch wurde von ihr die Shell-Aktie von zuvor Kaufen auf Halten zurückgestuft. Dagegen bekam Wettbewerber BP nach wie vor eine Kaufen-Einstufung. Begründet wurde dies damit, dass sie für Shell schlicht zwar ein positives Kurspotenzial sieht, das allerdings nicht so stark ausfällt wie bei BP. Nun, die Praxis wird es zeigen. Anleger, die in Shell investiert sind, sollten sich davon allerdings nicht nervös machen lassen.

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