Heidelberg Materials Aktie: Sparprogramm wird verlängert
Der Baustoffkonzern steigert Umsatz und operatives Ergebnis, verlängert sein Sparprogramm und hält an der Jahresprognose fest.

- Quartalsergebnis über Analystenschätzungen
- Umsatz steigt auf 6,41 Milliarden Euro
- Zusätzliche Einsparungen bis Ende 2028 geplant
- Jahresprognose für 2026 unverändert
Starke Zahlen, aber der Kurs gibt vorbörslich leicht nach: Heidelberg Materials hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und legt beim Sparen nach. Der Baustoffkonzern erhöht sein Einsparziel um 300 Millionen Euro.
Zahlen über dem Konsens
Das Ergebnis aus laufendem Geschäft stieg auf 1,28 Milliarden Euro, nach 1,18 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 1,24 Milliarden gerechnet. Beim Umsatz fiel die Überraschung deutlicher aus: Er kletterte auf 6,41 Milliarden Euro, erwartet worden waren 6,19 Milliarden.
Zum Umsatzplus trugen auch Portfolioeffekte bei. Vor allem die Erstkonsolidierung des türkischen Zementherstellers Akcansa schlägt zu Buche, an dem Heidelberg Materials seit Jahresmitte die Mehrheit hält. Das operative EBITDA legte auf 1,57 Milliarden Euro zu. Getragen wurde das Quartal laut Unternehmen von starker Nachfrage in Nordamerika und Preisen in Europa.
Sparprogramm geht in die Verlängerung
Das Programm Transformation Accelerator liefert mehr als geplant. Die ursprünglich bis Ende 2026 angepeilten 500 Millionen Euro Einsparungen wird der Konzern übertreffen. Nun folgen zwei weitere Jahre: Bis Ende 2028 sollen zusätzliche 300 Millionen Euro zusammenkommen, in etwa zu gleichen Teilen in 2027 und 2028.
Im Zentrum stehen strukturelle Veränderungen, vor allem in Europa. Die Einsparungen sollen Kosteninflation auffangen und die Margen über technische Effizienz verbessern.
Prognose bestätigt, Zukäufe laufen
Für 2026 bleibt das Ziel unverändert: Das Ergebnis aus laufendem Geschäft soll zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro liegen. Ende Juli hatte der Konzern die Spanne am oberen Ende um 100 Millionen Euro gekappt. Die Kapitalrendite soll weiter leicht über 10 Prozent liegen.
Parallel dazu wächst das Geschäft mit Zuschlagstoffen. Im Oktober vereinbarte Heidelberg Materials den Kauf der schwedischen und norwegischen Zuschlagstoff- und Asphaltaktivitäten von NCC Industry.
Abgeschlossen wurden zum 1. Oktober Übernahmen in Australien und Peru, darunter eine Beteiligung von 70 Prozent an Cementos Inka. Auch das Aktienrückkaufprogramm ist beendet: Die letzte Tranche lief am 1. Oktober aus, das Gesamtvolumen des seit Februar 2024 laufenden Programms beläuft sich auf 1,2 Milliarden Euro.
Im vorbörslichen Handel gaben die Papiere zeitweise 0,79 Prozent nach. Marktbeobachter dürften die bestätigte, nicht angehobene Jahresprognose als Grund sehen, dass die Zahlen den Kurs zunächst nicht tragen.
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