Heidelberg Materials: Drehofen in Airvault gezündet

Heidelberg Materials hat in Airvault ein modernisiertes Werk für klimafreundlichere Zementproduktion in Betrieb genommen und forscht mit SSAB an alternativen Bindemitteln.

Die Kernpunkte:
  • Modernisierte Anlage in Airvault produziert ersten Klinker
  • Kooperation mit SSAB für CO2-arme Stahlschlacke
  • Ziel von 90 Prozent alternativen Brennstoffen
  • Aktie zeigt trotz Fortschritt Jahresminus

Im französischen Airvault brennt ein neuer Drehofen. Heidelberg Materials hat dort nach fast dreieinhalb Jahren Bauzeit den ersten Klinker produziert. Das modernisierte Werk markiert einen zentralen Baustein in der Klimastrategie des Konzerns.

Der Baustoffhersteller baut seine Produktion in Europa radikal um. In Airvault plant das Management künftig eine Quote von 90 Prozent für alternative Brennstoffe. Das senkt den Bedarf an fossilen Energien massiv. Später integriert der Konzern den Standort in ein geplantes Projekt zur Kohlenstoffabscheidung. Der Aufwand für die neue Anlage war gewaltig. In den vergangenen 1.289 Tagen verbauten die Arbeiter zehntausende Tonnen Stahl und Beton.

Schlacke statt Standard-Klinker

Parallel dazu sucht Heidelberg Materials nach völlig neuen Bindemitteln. Dafür kooperiert der Konzern jetzt mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB. Die Partner wollen Elektrolichtbogenofen-Schlacke für die Zementherstellung nutzbar machen. Das Ziel: ein deutlich kleinerer CO2-Fußabdruck für Baumaterialien.

Der schwedische Staat fördert das Forschungsprojekt. Heidelberg Materials und SSAB erhalten umgerechnet rund 1,7 Millionen Euro. Sie testen den Einsatz der Stahlschlacke im industriellen Maßstab. Gelingt der Versuch, könnte der Konzern herkömmliche Klinkerbestandteile großflächig ersetzen.

Blick auf die Aktie

An der Börse spiegelt sich dieser operative Fortschritt aktuell nicht wider. Die Aktie notiert bei 187,55 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 16 Prozent auf der Kurstafel. Das Papier pendelt derzeit eng um die 50-Tage-Linie.

Die vollständige Inbetriebnahme der Anlage in Frankreich steht nun an. Das Management erwartet den Abschluss der letzten Testläufe in den kommenden Monaten. Heidelberg Materials positioniert sich mit dem Umbau frühzeitig für strengere Emissionsgrenzwerte in Europa.

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