HeidelbergCement bleibt hinter den Erwartungen der Analysten zurück

Der Baustoff-Konzern HeidelbergCement blieb im ersten Jahr nach der milliardenschweren Italcementi-Übernahme hinter den Erwartungen der Analysten zurück, allerdings verzeichneten die Heidelberger das beste Ergebnis seit der Finanzkrise. Die Aktie startet am Dienstag mit einem Minus in den Handel.

Als Folge der Konsolidierung von Italcementi sind seit Juli 2016 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich angestiegen. Im vierten Quartal hat sich der Konzernumsatz um 25 % auf 4,2 Mrd. Euro erhöht und das operative Ergebnis vor Abschreibungen konnte um 18 % auf 818 Mio. Euro gesteigert werden. Doch hier hatten die Experten mit mehr gerechnet.

HeidelbergCement profitiert von Übernahme Italcementis

Für das Gesamtjahr fallen, dank der Italiener, die vorläufigen Zahlen ähnlich positiv aus: Denn der Konzernumsatz steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 13 % auf 15,2 Mrd. Euro, wobei sich Währungseffekte im Umfang von rund 326 Mio. Euro negativ auf die Umsatzentwicklung auswirkten.

„Das Jahr 2016 war ein wichtiger Meilenstein für HeidelbergCement“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele. „Mit der Übernahme von Italcementi haben wir unser Wachstum deutlich beschleunigt und das beste operative Ergebnis seit der Finanzkrise erzielt."

Zum Abschneiden hätten neben einem höheren Absatz von Zement, Beton oder Asphalt niedrigere Brenn- und Treibstoffkosten beigetragen. Die Absatzzahlen für Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton stiegen aufgrund der Fusion deutlich an. Zum Beispiel nahm der Zement- und Klinkerabsatz im vierten Quartal um 50 % auf 30,8 Mio. t zu. Darin eingerechnet sind die Absatzzahlen der Italcementi-Märkte wie Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Bulgarien, Kasachstan, Indien, Thailand, Ägypten, Marokko, Mauretanien, Gambia und Nordamerika. Die Geschäfte von HeidelbergCement wurden im vierten Quartal von schlechterem Wetter in Deutschland und Nordamerika sowie schwache Märkte in Asien und Nordafrika getrübt.

Prognose für 2017 positiv

Der HeidelbergCement-Chef zeigte sich angesichts eines erwarteten Wachstums der Weltwirtschaft um mehr als 3 % zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. In Schwellenländern und Nordamerika wird mit einem Anziehen der Konjunktur gerechnet. „In Anbetracht des insgesamt positiven Ausblicks für die Weltwirtschaft und unserer vorteilhaften geografischen Aufstellung blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.“Die vollständigen Zahlen sowie den Unternehmensausblick will HeidelbergCement am 16. März veröffentlichen.

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