Heidelberger Druck: 33 Prozent Rückgang seit Jahresanfang

Heidelberger Druckmaschinen verzeichnet weniger Bestellungen und eine EBITDA-Marge von 0,2 Prozent, hält aber an der Jahresprognose fest.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang sinkt auf 537 Millionen Euro
  • Bereinigte EBITDA-Marge erreicht 0,2 Prozent
  • Jahresziele bleiben trotz Auftakt bestätigt
  • Christoph Burkhard startet im Oktober

Bei Heidelberger Druckmaschinen richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die bevorstehenden Weichenstellungen an der Unternehmensspitze und die operative Entwicklung im weiteren Jahresverlauf. Im Börsenhandel bleibt das Umfeld für das Unternehmen herausfordernd: Am heutigen Montag gibt die Aktie um 2,0 Prozent nach und steht bei einem Kurs von 1,36 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursrückgang des Papiers auf 33 Prozent.

Operative Herausforderungen nach verhaltenem Auftaktquartal

Die Zurückhaltung am Markt spiegelt die verhaltenen Zahlen zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026/2027 wider. Im ersten Geschäftsquartal verbuchte der Konzern einen Auftragseingang von 537 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Ordervolumen noch bei 559 Millionen Euro gelegen, womit sich ein spürbarer Rückgang der Neubestellungen zeigte.

Auch bei der Ertragskraft verlief der Jahresauftakt schleppend. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte im ersten Quartal lediglich einen Wert von 0,2 Prozent.

Trotz dieses schwachen Starts bekräftigte die Unternehmensführung ihre Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026/2027. Das Management rechnet weiterhin mit stabilen Konzernumsätzen auf dem Niveau des Vorjahres. Zugleich wird im weiteren Jahresverlauf eine spürbare Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge angestrebt, um die Profitabilität wieder deutlich anzuheben.

Neben der geschäftlichen Entwicklung setzt der Konzern weiterhin auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Zum 1. September startete das Unternehmen mit 80 neuen Auszubildenden und Dual-Studierenden an den deutschen Standorten in das neue Ausbildungsjahr.

Amtsantritt im Finanzressort und Termine im Herbst

Auf der Führungsebene steht zeitnah eine wichtige Veränderung an. Am 18. August hatte das Unternehmen die Bestellung von Christoph Burkhard bekannt gegeben. Er soll am 1. Oktober 2026 sein Amt als neuer Finanzvorstand antreten und die finanzielle Steuerung des Konzerns übernehmen.

Im Herbst stehen zudem wichtige Termine mit Kunden und Branchenvertretern auf der Agenda. Heidelberger Druckmaschinen kündigte die Rückkehr der zweitägigen SHIFT-Konferenz an. Die Veranstaltung soll am 6. Oktober in Heidelberg sowie am 7. Oktober in Wiesloch-Walldorf stattfinden. Für Investoren wird maßgeblich sein, welche Impulse von diesen Initiativen ausgehen und wie sich die Auftragslage im zweiten Quartal entwickelt.

Anzeige

Heidelberger Druckmaschinen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Heidelberger Druckmaschinen-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:

Die neusten Heidelberger Druckmaschinen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Heidelberger Druckmaschinen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Heidelberger Druckmaschinen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Heidelberger Druckmaschinen