Heidelberger Druck Aktie: Startschuss im Sicherheitsgeschäft
Heidelberger Druckmaschinen gründet mit Ondas ein Joint Venture für autonome Abwehrsysteme. Das Kompetenzzentrum in Brandenburg soll kritische Infrastrukturen schützen.

- Joint Venture Onberg für Drohnenabwehr gestartet
- Ziel ist Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa
- Break-even innerhalb eines Jahres angestrebt
- Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Heidelberger Druckmaschinen macht Ernst bei der Expansion in den neuen Zielmarkt. Mit der formalen Unterzeichnung der Verträge für das Joint Venture „Onberg Autonomous Systems“ wechselt das Unternehmen von der Planungsphase in die operative Umsetzung. Trotz dieser strategischen Weichenstellung für den Standort Brandenburg reagiert der Markt am Donnerstag zunächst verhalten.
Fokus auf kritische Infrastruktur
Das gemeinsam mit dem US-israelischen Partner Ondas gegründete Gemeinschaftsunternehmen gehört zu 49 Prozent den Heidelbergern. Am Standort Brandenburg an der Havel, wo derzeit rund 380 Mitarbeiter beschäftigt sind, entsteht nun ein Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr. Ziel ist der Aufbau eines europäischen Netzwerks zum Schutz kritischer Infrastrukturen, wobei die industrielle Montage lokal in Deutschland erfolgt. Allein hierzulande identifiziert das Management rund 2.000 Einrichtungen als potenzielle Einsatzgebiete für die autonomen Abwehrsysteme.
Finanziell hat sich der Vorstand klare Ziele gesteckt. Innerhalb eines Jahres nach dem Start soll die Onberg-Sparte den operativen Break-even auf EBIT-Basis erreichen. Erste nennenswerte Umsatzbeiträge fließen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026. Anleger honorieren diese Perspektive heute allerdings nicht. Der Kurs gab um 5,23 Prozent auf 1,38 Euro nach und spiegelt damit den anhaltenden Abwärtstrend wider, der die Papiere seit Jahresanfang bereits 32,22 Prozent ins Minus drückte.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Marktbeobachter von mwb research werten die strategische Neuausrichtung hingegen positiv. Die Experten bestätigen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2,60 Euro. Die Transformation in Brandenburg reiht sich in die breitere Diversifizierungsstrategie ein, die bereits im Sommer 2025 mit der Vincorion-Partnerschaft im Dual-Use-Sektor begann.
Die Vermarktung der neuen Sicherheitssysteme startet zunächst in Deutschland und der Ukraine, bevor eine Ausweitung auf den gesamten EU-Raum geplant ist. Weitere technische Spezifikationen sowie konkrete Details zur Roadmap der neuen Sparte präsentiert Heidelberger Druckmaschinen Mitte April.
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