Heidelberger Druck: Ein zweites Mal klappt es nicht

Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck hat heute seine endgültigen Zahlen für das erste Fiskalhalbjahr vorgelegt. Allerdings konnte er damit nicht an den Kurssprung anknüpfen, den die Aktie nach Vorlage der vorläufigen Zahlen gemacht hatte. Dennoch: Wichtiger als die aktuelle Marktreaktion in einem schwachen Umfeld dürfte die operative Perspektive sein.

 

© HeidelbergerDruck
© HeidelbergerDruck

Die Umsätze wurden wie schon vorab gemeldet um knapp 3% auf 560 Mio. Euro gesteigert. Dabei konnte Heidelberger Druck rund 10% des Zuwachses aus positiven Währungseinflüssen erzielen. Hinzu kamen noch positive Beiträge aus der übernommenen PSG-Gruppe.

 

Heidelberger Druck nach Steuern noch mit Verlust, aber…

Wie positiv sich die Geschäftslage bei Heidelberger Druck entwickelt, zeigten auch die Ertragszahlen. Während schon bekannt war, dass das Unternehmen seine operativen Ergebnisse auf EBITDA- und EBIT-Basis kräftig steigern konnte, fehlte nun noch das Ergebnis nach Steuern.

Dort meldete Heidelberger Druck zwar immer noch einen Verlust von 4 Mio. Euro. Doch im Vorjahreszeitraum lag der Fehlbetrag noch bei 34 Mio. Euro. Damit dürfte das Erreichen des Break Even und die Rückkehr in die Gewinnzone auch auf Nettobasis in greifbare Nähe rücken.

 

Aktie bricht wichtige Unterstützung

Allerdings hilft das aktuell der Aktie von Heidelberger Druck nicht weiter. Sie sackte nach einem bereits gestern schwachen Ergebnis heute erneut deutlich ab und bestätigte dadurch den Durchbruch unter die 100-Tage-Linie. Kurzfristig wichtig wäre es jetzt, sich mindestens an der 38-Tage-Linie zu fangen und zu stabilisieren. Diese verläuft derzeit bei rund 2,20 Euro.

150812 Heidelberger

Gelänge dies, wäre Heidelberger Druck angesichts der allgemeinen Geschäftsperspektiven wieder ein klarer Kauf. Aktuell ist wohl eher Zurückhaltung angesagt.

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