Heidelberger Druck: Jetfire 50 bei Klampfer in Betrieb
Klampfer Druck nahm die Digitaldruckanlage Ende August in Betrieb; Heidelbergs Aktie verlor seit Jahresbeginn 32 Prozent.

- Klampfer integriert Heidelbergs Jetfire 50
- Installation erfolgte bereits Ende August
- SHIFT 2026 startet am 6. Oktober
- Aktie seit Jahresbeginn 32 Prozent schwächer
Im industriellen Druck gewinnt die Kombination von Digital- und Offsetverfahren an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat der österreichische Druckdienstleister Klampfer Druck ein Digitaldrucksystem des Typs Jetfire 50 von Heidelberger Druckmaschinen in Betrieb genommen.
Wie der Maschinenbauer am Donnerstag bekannt gab, erfolgte die Installation der Anlage bereits Ende August. Das Kundenunternehmen will mit der Investition flexibler auf den Trend zu kleineren Auflagen reagieren und die Maschine in das digitale Ökosystem des Herstellers einbinden. Über den finanziellen Umfang des Auftrags machten die Parteien keine Angaben.
Der Abschluss fügt sich in die strategische Ausrichtung auf hybride Produktionsumgebungen ein, in denen klassische und digitale Drucktechniken zusammengeführt werden. Neue technologische Entwicklungen dürften in Kürze erneut im Mittelpunkt stehen: Für Anfang Oktober kündigte das Unternehmen die zweitägige Fachveranstaltung SHIFT 2026 an.
Das Event beginnt am 6. Oktober in Heidelberg und setzt sich am 7. Oktober am Produktionsstandort Wiesloch-Walldorf fort, dem sogenannten „Home of Print“.
Internationale Messen und Ausbau des Servicegeschäfts
Neben dem Ausbau der Digitaldrucksparte richtet der Konzern den Blick auf spezifische Marktsegmente im Ausland. Am Dienstag kündigten Heidelberger Druckmaschinen und die Tochtergesellschaft Gallus Group ihre Rückkehr zur Fachmesse LOUPE India 2026 an.
Im Fokus des Auftritts steht der indische Markt für Etiketten und Verpackungen. Gallus und der Mutterkonzern beabsichtigen, vor Ort regionale Technologiepremieren vorzustellen und die Präsenz in der Region auszubauen.
Parallel zum Maschinengeschäft forciert das Management den Ausbau wiederkehrender Dienstleistungen. Die Integration des Lifecycle- und Servicegeschäfts der manroland sheetfed Gruppe, die vor über einem Monat begonnen wurde, verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig.
Ziel ist die Betreuung aus einer Hand, wie etwa beim Druck- und Verlagshaus Zarbock, wo künftig Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung abgedeckt werden sollen. Die wesentlichen Schritte zur Zusammenführung sollen innerhalb der nächsten 18 Monate abgeschlossen werden.
Anhaltende Skepsis am Aktienmarkt
Die operativen Fortschritte und Neugeschäfte konnten dem Aktienkurs zuletzt keine frischen Impulse geben. Am Freitag schloss das Papier von Heidelberger Druckmaschinen bei 1,37 Euro mit einem leichten Tagesverlust von 0,4 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang um 32 Prozent.
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