Heidelberger Druckmaschinen Aktie: Auftragseingang minus acht Prozent
Heidelberger Druckmaschinen streicht die Dividende und erwartet einen Millionenverlust. Aufträge sinken, Stellen fallen weg.

- Dividendenzahlung für das abgelaufene Jahr gestrichen
- Zweistelliger Millionenverlust im neuen Geschäftsjahr erwartet
- Auftragseingang um acht Prozent eingebrochen
- Über 550 Aufhebungsverträge vereinbart
Heidelberger Druckmaschinen baut kräftig um. Der Konzern integriert Zukäufe und meldet neue Großaufträge. Ein genauer Blick auf die Finanzen zeichnet ein anderes Bild. Die Aufträge brechen ein. Für das laufende Jahr droht ein Nettoverlust.
Expansion im Kerngeschäft
Anfang Juli schloss Heidelberg die Integration des manroland Servicegeschäfts ab. Parallel dazu übernimmt das Unternehmen die komplette Produktion von POLAR Maschinen. Der Konzern will seine Rolle im Wachstumsmarkt für Verpackungen ausbauen. Dafür sorgt auch ein aktueller Auftrag der WINTIPAK AG für den Standort Halle. Vorstandschef Jürgen Otto treibt diesen Umbau voran. Der Aufsichtsrat verlängerte seine Amtszeit gerade bis 2029.
Rote Zahlen und Stellenabbau
Dieser strategische Mut kostet Geld. Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte der Auftragseingang um acht Prozent. Der freie Cashflow rutschte mit 19 Millionen Euro tief ins Minus. Die Marge sank auf 6,6 Prozent.
Die Folge: harte Einschnitte. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2026/2027 einen zweistelligen Millionenverlust. Um Geld zu sparen, schließt der Konzern über 550 Aufhebungsverträge. Zusätzlich wandert die Produktion eines Druckmaschinen-Modells nach China. Ein neues Werk entsteht in Nordmazedonien.
Aktionäre spüren die Krise direkt. Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Jahr eine Nullrunde bei der Dividende vor. Immerhin steht die Finanzierung. Ein Konsortialkredit über 436 Millionen Euro läuft nun gesichert bis 2030.
Aktie im Abwärtstrend
An der Börse drückt der Gegenwind auf den Kurs. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 1,42 Euro. Seit Jahresanfang verlor das Papier damit rund 30 Prozent.
Die nächste harte Frist folgt am 23. Juli auf der Hauptversammlung. Dann stimmen die Investoren endgültig über die gestrichene Dividende ab.
Heidelberger Druckmaschinen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Heidelberger Druckmaschinen-Analyse vom 3. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Heidelberger Druckmaschinen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Heidelberger Druckmaschinen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Heidelberger Druckmaschinen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




