HelloFresh: 80% der Eltern fürchten Sommerhunger

HelloFresh bekämpft mit der Initiative „Kids Helping Kids“ die Sommerhunger-Krise in den USA. Eine Umfrage zeigt große Sorgen vieler Eltern um die Ernährung ihrer Kinder.

Die Kernpunkte:
  • Umfrage zeigt große Sorgen der Eltern
  • Kampagne mit No Kid Hungry
  • Kostenlose Mahlzeiten in Schulferien
  • Aktie trotz sozialem Engagement schwach

Rund 80 Prozent der amerikanischen Eltern fürchten, ihre Kinder im Sommer nicht ausreichend ernähren zu können. Das zeigt eine Umfrage von HelloFresh. Die Kochboxen-Firma hat nun eine Kampagne gestartet, die genau dieses Problem adressiert.

Gemeinsam mit der Organisation No Kid Hungry will HelloFresh die sogenannte Sommerhunger-Krise bekämpfen. In den Schulferien verlieren Millionen Kinder den Zugang zu kostenlosen Schulmahlzeiten. Die Initiative „Kids Helping Kids to End Childhood Hunger“ soll Gemeinden mit kostenlosen Mahlzeiten unterstützen.

Besorgniserregende Umfragezahlen

Der von HelloFresh in Auftrag gegebene „Hunger Matters for Kids Report“ zeigt ein düsteres Bild. 67 Prozent der befragten Eltern machen sich 2026 mehr Sorgen um die Lebensmittelversorgung ihrer Kinder als im Vorjahr. Jeder zweite Haushalt hatte in den letzten zwölf Monaten Schwierigkeiten, genug Essen zu beschaffen.

Besonders brisant: Mehr als jeder dritte Elternteil gab an, selbst Mahlzeiten ausgelassen zu haben. Nur damit die Kinder genug zu essen bekommen.

Die Sommerkampagne baut auf bestehende Programme auf. Dazu gehören „Meals with Meaning“ mit wöchentlich 36.000 Mahlzeiten für Bedürftige. Auch die „LimeAid“-Initiative, die Familien drei Monate lang gratis Kochboxen bietet, läuft weiter.

Kurs und Marktlage

An der Börse kommt die soziale Initiative bislang nicht an. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 4,13 Euro – ein Minus von 30,6 Prozent seit Jahresanfang. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,49 Euro ist der Titel noch 56 Prozent entfernt. Immerhin: Vom Tief bei 3,48 Euro im März hat sich der Kurs um knapp 19 Prozent erholt.

HelloFresh kämpft seit Monaten mit schwacher Nachfrage und einem schwierigen Marktumfeld. Dass das Unternehmen soziale Projekte trotzdem vorantreibt, dürfte das Vertrauen in die Marke stärken. Einen kurzfristigen Kursschub wird man davon aber kaum erwarten.

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