Hellofresh Aktie: Active Ownership kauft erneut zu
Ein Anteilskauf aus dem Aufsichtsratsumfeld begleitet den Kursanstieg; Umsatzprognose und Jahresminus belasten weiterhin.

- Aktie legt am Freitag 8,0 Prozent zu
- Aufsichtsratsnahes Unternehmen kauft weitere Anteile
- Umsatzrückgang von bis zu 11 Prozent erwartet
- Berenberg senkt Kursziel, Kaufempfehlung bleibt
Am Freitag verzeichnete die Aktie von HelloFresh einen kräftigen Kursanstieg von 8,0 Prozent auf 2,73 Euro. Ein direkter operativer Auslöser für diese Aufwärtsbewegung wurde am Markt nicht genannt. Zeitgleich rückte zum Wochenausklang eine neue Pflichtmitteilung über Zukäufe aus dem Umfeld des Kontrollgremiums in den Fokus der Anleger.
Die dem Aufsichtsratsmitglied Florian Schuhbauer nahestehende Gesellschaft Active Ownership Opportunities SCS erwarb weitere Anteile des Unternehmens. Der Zukauf erfolgte am 5. Oktober auf Xetra zu einem Stückpreis von 2,38 Euro bei einem Transaktionsvolumen von 225.758 Euro. Ein belastbarer Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung dieser Transaktion und dem nachfolgenden Kurssprung ist am Markt allerdings nicht belegt.
Dass Transaktionen aus dem Führungsumfeld aufmerksam registriert werden, ist an den Finanzmärkten üblich. Marktteilnehmer werten solche Zukäufe mitunter als Zeichen des Vertrauens in die mittelfristige Entwicklung. Bei dem Berliner Kochboxenlieferanten trifft dieser Schritt jedoch auf ein Umfeld, das von deutlicher Skepsis geprägt bleibt.
Operative Prognosesenkung belastet den Ausblick
Das Management rechnet für das Geschäftsjahr mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von bis zu 11 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (AEBITDA) soll im Gesamtjahr eine Zielspanne von 350 Millionen bis 370 Millionen Euro erreichen.
Auf die veränderten Aussichten reagierten Marktbeobachter mit vorsichtigeren Einschätzungen. Berenberg reduzierte das Kursziel für den Titel, behielt die Kaufempfehlung jedoch bei. Medienberichten zufolge begründeten die Analysten den Schritt mit einem schwachen Neukundenwachstum, das die weiteren Ambitionen spürbar dämpfe.
Trotz der Erholung zum Ende der Handelswoche bleibt die Belastung aus den vergangenen Monaten deutlich sichtbar: Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Minus von 56 Prozent. Der Titel notiert damit weiterhin weit unter früheren Bewertungsniveaus.
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