Hellofresh Aktie: Kapazität steigt auf 500 Artikel

Hellofresh setzt auf Automatisierung in der Kühlkette. Neue Roboter verfünffachen die Lagerkapazität, doch der Aktienkurs bleibt unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Fünffache Kapazität für Kühlprodukte
  • Spezialroboter für Dauerbetrieb in Kälte
  • Pilotprojekt bei Factor erfolgreich abgeschlossen
  • Aktie trotz Fortschritten im Minus

Hellofresh setzt verstärkt auf Automatisierung. In den Kühlhäusern des Kochboxen-Anbieters übernehmen immer mehr Roboter das Kommando. Das Unternehmen will so die Menüvielfalt steigern und Kosten senken.

Fünffache Kapazität für gekühlte Waren

Der Konzern verfünffacht seine Kapazität für gekühlte Produkte. Durch eine neue Hardware-Lösung von Locus Robotics stieg die Zahl der lagerbaren Artikel von 100 auf 500. Diese operative Verbesserung schafft Platz für ein breiteres Sortiment über alle Marken hinweg.

Speziell modifizierte Roboter erledigen die Logistik innerhalb der Kühlkette. Die Maschinen besitzen beheizte Motoren und eine angepasste Ladetechnik. Dadurch verbleiben sie zum Arbeiten und Laden dauerhaft in der Kälte. Das umgeht die Einschränkungen starrer Fördersysteme.

Expansion im Markenportfolio

Die Tochtermarke Factor testete das System zuerst mit 13 Einheiten. Nach den ersten Erfolgen kaufte Hellofresh 26 weitere Roboter hinzu. Die Maschinen zeigten im Pilotprojekt eine hohe Zuverlässigkeit und Konsistenz.

Ein durchschnittlicher Auftrag dauert nur 3 Minuten und 36 Sekunden. Noch in diesem Jahr soll auch die Logistikmarke EveryPlate die neue Technik nutzen. Das Management verspricht sich davon präzisere Liefermodelle trotz wachsender Auswahl.

Kursdruck hält an

An der Börse spiegeln sich diese Fortschritte bisher nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 3,83 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 36 Prozent.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 34,6 Punkten. Das deutet auf eine technisch überverkaufte Situation hin. Dennoch bleibt der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt mit rund 28 Prozent massiv.

Die Automatisierung bleibt ein zentraler Hebel für die künftige Profitabilität. Anleger blicken nun auf die Integration bei EveryPlate im zweiten Halbjahr. Der Weg zurück zum 52-Wochen-Hoch von 9,49 Euro bleibt derweil weit.

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