HelloFresh: Kritischer Analyst bremst gute Meldung aus

Eigentlich hätte der Kochboxen-Anbieter HelloFresh mit kräftigen Gewinnen in die neue Börsenwoche starten können. Denn dem Unternehmen ist ein strategischer Zukauf in Amerika gelungen. Für den dortigen Anbieter Faktor75 zahlt man zwar den stolzen Kaufpreis von bis zu 277 Millionen Dollar, was nach aktueller Schätzung knapp dem Dreifachen des Jahresumsatzes entspricht. Noch in der Perspektive wäre das sicherlich ein interessantes Standbein im US-Markt.

Zumal der liquiditätswirksame Kaufpreis erst einmal um 100 Millionen Dollar geringer ausfällt. Die restlichen 100 Millionen Dollar sollen erfolgsabhängig bezahlt werden.

Wie viel ist HelloFresh wert?

Durchaus eine interessante Lösung für HelloFresh. Was allerdings am Markt derzeit nicht wirklich wahrgenommen wird, da zum Wochenbeginn eine kritische Studie von J.P. Morgan die Stimmung verhagelt. Der zuständige Analyst der US-Investmentbank glaubt, dass HelloFresh nach den deutlichen Zugewinnen während des Corona-Lockdowns Schwierigkeiten bekommen wird, die Zahl der Stammkunden nennenswert zu steigern. Deshalb auch das mehr als negative Kursziel nur 35 Euro, was vom jetzigen Stand ein negatives Potenzial von immerhin fast 28 % bedeuten würde. Was gleichbedeutend auch wäre, dass die Charttechnik hier sich erheblich eintrüben würde, weil auf dem Weg nach unten auch dann die 200-Tage-Linie durchbrochen wäre.

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Das ist uns allerdings zu viel Schwarzmalerei. Natürlich muss man damit rechnen, dass die Zuwachsraten in den nächsten Monaten und Jahren nicht mehr so hoch ausfallen werden wie zur Hochzeit der Corona-Krise. Entscheidend ist allerdings aus unserer Sicht, wie es HelloFresh schafft, seine entsprechende Profitabilität zu gestalten. Und da sehen wir die aktuellen Prognosen im Marktkonsens für zu konservativ an.

Aktie mit Potenzial

Fazit: Auch im Branchenvergleich ist HelloFresh bewertungstechnisch bestens aufgestellt. Nicht nur besser als der große Amerika-Konkurrent Grubhub, sondern auch gegenüber vielen anderen, die jetzt noch in der Verlustzone arbeiten. Deshalb sehen wir HelloFresh hier weiterhin als Favoriten an und würden die Aktie zum Kauf empfehlen.

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