Henkel Aktie: DZ Bank senkt Kursziel auf 80 Euro

Henkel-Aktie überwindet wichtige charttechnische Hürde trotz gesenkter Kursziele der DZ Bank. Analysten sehen moderates Wachstumspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • DZ Bank senkt Kursziel auf 80 Euro
  • Aktie überwindet 50-Tage-Durchschnitt
  • China-Geschäft bleibt herausfordernd
  • Haarpflege und Elektronik stützen Bilanz

Henkel-Anleger blicken auf eine Woche voller Gegensätze zurück. Während Analysten ihre Kursziele nach unten schrauben, liefert die Charttechnik ein erstes positives Signal für den Handelsauftakt. Nach einer langen Durststrecke schaffte die Aktie am Freitag den Sprung über eine wichtige Hürde.

DZ Bank senkt den Daumen beim Kursziel

Die DZ Bank passte ihre Bewertung für den Konsumgüter-Konzern an das aktuelle Marktumfeld an. Analyst Thomas Maul senkte den fairen Wert von 88 Euro auf 80 Euro, hält jedoch an seiner Kaufempfehlung fest. Negative Währungs- und Zinseffekte belasten demnach die Schätzungen.

Operativ präsentiert sich Henkel derweil widerstandsfähig. Die Ziele für die operative Marge im laufenden Jahr bleiben in Reichweite. Besonders die Nachfrage im Elektroniksegment und das Geschäft mit Haarpflege stützten zuletzt die Bilanz. Hinzu kommen positive Kalendereffekte, die das Ergebnis im zweiten Quartal stützen dürften.

Charttechnischer Ausbruch geglückt

Parallel dazu verbesserte sich die charttechnische Lage. Das Papier überwand mit einem Schlusskurs von 65,96 Euro den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage, der aktuell bei 65,82 Euro verläuft.

Der Anstieg um 0,12 Prozent am Freitag markiert den Ausbruch aus einem mehrwöchigen Seitwärtstrend. Auf Sicht von sieben Tagen steht damit ein Plus von 2,74 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn notiert der Wert jedoch noch immer rund fünf Prozent im Minus.

Die Zone oberhalb von 65 Euro könnte nun als neue kurzfristige Unterstützung fungieren. Auf dem Weg nach oben gilt die Marke um 75 Euro als nächster relevanter Widerstand im Chart.

China-Geschäft bleibt schwierig

Ein Bremsklotz bleibt das Geschäft in China. Während Konkurrenten wie L’Oréal dort Marktanteile gewinnen konnten, stagniert Henkel im asiatischen E-Commerce-Bereich auf niedrigem Niveau. Marktbeobachter bewerten den Konzern daher momentan eher als Substanzwert mit moderatem Wachstumspotenzial denn als dynamischen Titel.

In der kommenden Woche rückt der IFO-Geschäftsklimaindex in das Sichtfeld der Marktteilnehmer. Die Daten geben Aufschluss über die Stimmung in der deutschen Industrie. Davon hängt maßgeblich die Klebstoffsparte Adhesive Technologies ab, die auf eine stabile industrielle Nachfrage angewiesen ist.

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