Henkel: Anleger schicken Aktie auf Talfahrt

Mehr als sechs Prozent musste die Aktie von Henkel heute bereits an Wert einbüßen. Zwar konnte der Konsumgüterkonzern für das zweite Quartal dieses Geschäftsjahres ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn ausweisen, das jedoch langte den Marktteilnehmer anscheinend nicht.

 

© Henkel
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Henkel mit Umsatz- und Gewinnplus

Der Umsatz im 2. Quartal stieg um 13,5% auf 4,69 Mrd. Euro. Bereinigt um positive Wechselkurseffekte lag die Umsatzsteigerung bei 6,2%. Positiv wirkten hier der starke Dollar und die im vergangenen Jahr getätigten Zukäufe. Aber auch das Geschäft in Südeuropa scheint sich wieder zu erholen.

Beim EBIT ging es um 14% auf 768 Mio. Euro aufwärts. Nach Anteilen Dritter lag das Ergebnis bei 521 Mio. Euro nach 441 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Um 13,1% wurde der Umsatz im 1. Halbjahr auf 9,1 Mrd. Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei 6,5%. Das bereinigte EBIT legte um 14% auf 1,47 Mr.d Euro zu. Damit lag das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie bei 2,47 Euro, ein Plus von 12,3%.

 

Optimistischer Ausblick

Für das restliche Geschäftsjahr erwartet Henkel ein weiterhin schwieriges Marktumfeld. Dennoch will der Konzern ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5% erreichen. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll um rund 10% steigen und die bereinigte EBIT-Marge bei etwa 16% liegen.

Die Ziele von Henkel sind klar formuliert. Bis Ende des nächstens Jahres will das Unternehmen es auf einen Umsatz von 20 Mrd. Euro bringen und das auch ohne große Zukäufe.

 

Aktie fällt ins Bodenlose

Wobei dieses Thema die Anleger anscheinend immer noch beeinflusst. Kürzlich schürte sich im Markt die Hoffnung, dass Henkel den Konkurrenten Wella übernehmen könnte. Allerdings verloren die Düsseldorfer das Rennen gegen das US-Unternehmen Coty.

150812 Henkel

Diese Enttäuschung wirkt immer noch nach. Mit mehr als 6% Verlust geht es für die Aktie damit in Richtung der Marke von 100,00 Euro, wo sich die nächste Unterstützung findet. Ganz nachvollziehen können wir die Reaktion des Marktes jedoch nicht, denn unter dem Strich waren die Zahlen für das 1. Halbjahr schon vorzeigbar.

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