Henkel bekräftigt Russlandtreue

Die Henkel AG hielt gestern ihre Hauptversammlung in Düsseldorf ab. Wichtiger Punkt dabei für alle Anleger: Die Dividende.

 

© Henkel AG

Die lohnt sich bei diesem Wert allemal. Für jede Vorzugsaktie wird es eine Dividendenausschüttung von 1,31 Euro und für jede Stammaktie eine Dividende von 1,29 Euro geben. Bei einem Börsenkurs von 114,80 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 1,14% für die Vorzugsaktien. Im Vorjahr wurden hier 1,22 Euro bzw. 1,20 Euro gezahlt.

Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf 16,4 Mrd. Euro und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der bereinigte Umsatz stieg um 3,4%. Bei der bereinigten EBIT-Marge ging es von 1,54% im Vorjahr auf 15,8% nach oben. Der Jahresüberschuss steigerte sich um 2,3% auf 1,66 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr geht Henkel vom einem organischen Umsatzwachstum zwischen 3 bis 5% aus. Das bereinigte EBIT soll auf ca. 16% gesteigert werden. Aber:

 

Negativeffekte werden von Henkel einkalkuliert

Gleichfalls erwartet der Vorstand negative Effekte auf das operative Ergebnis in Höhe von etwa 100 Mio. Euro. Ursache hierfür ist der andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Ein Rückzug aus diesen beiden Ländern steht jedoch nicht zur Disposition.

Russland stellt für Henkel den viertgrößten Markt dar und die Ukraine zählte bisher zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Jedoch sind beide Länder derzeit stark belastet. Russland leidet unter dem Ölpreis-Verfall und den verhängten Sanktionen und in der Ukraine ist die Wirtschaft rückläufig.

 

Aktie auf dem Vormarsch

Die Papiere von Henkel ließen sich von diesen Aussichten nur unwesentlich beeindrucken. So gab der Wert im gestrigen Tagesverlauf nach dem Erreichen eines neuen Jahreshochs anschließend um 0,35% nach. Heute geht es noch ein Stück deutlicher runter, was aber bekanntlich dem Ex-Dividende-Datum geschuldet ist. Dies abgezogen, würde das für die Aktie im derzeit etwas schwächeren Umfeld nur ein Minus von knapp 0,6% bedeuten.

Henkel-14-04-15

Investierte Anleger sollten hier weiter an den Papieren festhalten. Neueinsteiger sollten noch warten, bis sich der Kurs wieder stabilisiert hat, da günstigere Kurse noch wahrscheinlich sind.

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