Henkel: Lust auf eine attraktive Bonusrendite?

Die Henkel-Vorzugsaktie ist ein solides Investment. Schließlich überzeugt der Konsumgüterkonzern mit guten Wachstumsperspektiven und bekannten Marken wie Persil, Pril, Schwarzkopf und Pattex. Allerdings ist der DAX-Titel ziemlich teuer. Deshalb ist ein darauf basierendes Bonuspapier eine interessante Alternative.

© Henkel
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In der europäischen Konsumgüterbranche ist Henkel ein Vorzeigeunternehmen. Kein Wunder, denn der Konzern punktet mit starken Marken, einem erfahrenen Management und guten Gewinnaussichten. Vorangetrieben wird das Wachstum bei Henkel unter anderem durch Zukäufe. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Übernahme des US-Waschmittelherstellers Sun Products im Juni dieses Jahres für 3,2 Milliarden Euro. Mit dieser Akquisition hat Henkel seine Positionierung auf dem nordamerikanischen Markt für Wasch- und Reinigungsmittel gestärkt.

Operativer Gewinn steigt deutlich stärker als der Umsatz

Bei Henkel laufen die Geschäfte gut – dies beweisen die Zahlen für das dritte Quartal 2016, die das DAX-Unternehmen am 8. November veröffentlicht hat. Im Berichtszeitraum stiegen die Erlöse in den drei Sparten Waschmittel, Kosmetik und Klebstoffe und der Konzernumsatz kletterte um 3,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Des Weiteren wurde der operative Gewinn überproportional um 16,4 Prozent auf 775 Millionen Euro gesteigert.

Überzeugende Wachstumsperspektiven

Seit Anfang Mai ist Hans Van Bylen Vorstandschef von Henkel. Er arbeitet schon seit mehr als 30 Jahren bei dem Traditionsunternehmen und war zuletzt Leiter der Kosmetik-Sparte. Erfreulicherweise sind seine Prognosen nicht ambitioniert, sondern realistisch. Bis Ende 2020 erwartet er ein jährliches Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent sowie eine Steigerung des Gewinns je Vorzugsaktie von sieben Prozent. Dies sind überzeugende Perspektiven, die jedoch im aktuellen Aktienkurs bereits eingepreist sein dürften.

Lukratives Bonuspapier mit großem Risikopuffer

Analystenschätzungen zufolge wird der Gewinn je Henkel-Vorzugsaktie im kommenden Jahr von 4,99 auf 5,77 Euro steigen. Somit errechnet sich ein 2017er-KGV von 18,9. Der DAX-Titel ist also kein Schnäppchen, weswegen ihn Molly Eggleton, Analystin des Schweizer Bankhauses Credit Suisse als Underperformer einstuft. Sie erwartet einen Kursrückgang auf 105 Euro. Allerdings könnte der Kurs sogar unter die 100-Euro-Marke fallen, weil bald ein charttechnisches Verkaufssignal generiert werden dürfte, wenn der Kurs die derzeit bei 107,48 Euro verlaufende 200-Tage-Linie unterschreitet. Deshalb ist ein Einstieg nicht empfehlenswert.

Kaufenswert ist hingegen ein von der Deutschen Bank emittiertes Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: DL7QT6) auf die Henkel-Vorzugsaktie, das mit einer Barriere bei 85,00 Euro ausgestattet ist und im September 2017 fällig wird. Damit können Anleger eine Rendite von rund 9,4 Prozent (Stand: 22.11.2016) erzielen, sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie die 85-Euro-Marke erreicht.

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