Hensoldt Aktie: 16,47 Prozent Minus in 30 Tagen

Hensoldt verzeichnet starke operative Geschäfte, während die Aktie aufgrund geopolitischer Spekulationen deutlich nachgibt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert 16,5 Prozent in 30 Tagen
  • Friedensgerüchte lösen Sektorrotation aus
  • Neue Joint Ventures im Panzerbau
  • Halbjahreszahlen als wichtiger Katalysator

Auf der Leitmesse Eurosatory in Paris drängten sich die Besucher. Die Auftragsbücher der europäischen Rüstungsindustrie sind prall gefüllt. An der Börse zeichnet sich ein völlig anderes Bild. Rüstungswerte wie Hensoldt gerieten zuletzt massiv unter Druck.

Analysten der Berenberg Bank verwiesen auf Rekordbesucherzahlen in Paris. Das operative Geschäft brummt. Die Folge: eine eklatante Diskrepanz zur Börse. Die Hensoldt-Aktie verlor auf Sicht von 30 Tagen satte 16,47 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 72,52 Euro.

Gerüchte über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran lösten eine Sektorrotation aus. Anleger zogen Kapital aus Verteidigungswerten ab. Der Relative-Stärke-Index fiel auf 38,2. Das signalisiert eine technisch überverkaufte Situation.

Neuordnung im Panzerbau

Ein wesentlicher Treiber für Hensoldt bleibt der europäische Landsystem-Markt. Hier formieren sich die großen Akteure neu. Die EU-Kommission erlaubte jüngst den Einstieg des Bundes beim deutsch-französischen Konzern KNDS. Die Bundesregierung übernimmt 40 Prozent der Anteile.

Im gleichen Schritt präsentierten Rheinmetall und Leonardo ein neues Joint Venture für Kampfpanzer. Hensoldt profitiert von diesem Investitionszyklus direkt. Als Spezialist für Elektronik liefert das Unternehmen Sensorik und Optronik für diese gepanzerten Plattformen.

Blick auf die Zahlen

Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 496 Millionen Euro. Für das laufende Gesamtjahr rechnen Analysten mit einem Gewinnanstieg auf 1,76 Euro je Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 93,14 Euro.

Die weitere Kursrichtung entscheidet sich an zwei konkreten Terminen im Juli:
* 7. und 8. Juli: Der NATO-Gipfel könnte neue Zusagen für Verteidigungsausgaben bringen.
* 31. Juli: Hensoldt präsentiert die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr.

Aktuell trennen die Aktie knapp 37 Prozent von ihrem 52-Wochen-Hoch. Die hohe Volatilität der vergangenen Wochen fordert starke Nerven. Ein klarer Katalysator rückt jedoch näher. Ende Juli dokumentiert das Management mit den Halbjahreszahlen die tatsächliche Auftragsdynamik schwarz auf weiß.

Anzeige

Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 20. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Hensoldt